Lokalsport: Dem großen Ziel ein Stück näher

Lokalsport: Dem großen Ziel ein Stück näher

(-ben) Als Saskia Brall Ende Juli überraschend ihre Schlittschuhe an den Nagel hing, sah die Zukunft für ihren Eistanzpartner Tim Giesen zunächst nicht besonders rosig aus. Doch das große Talent vom Neusser Schlittschuh-Klub musste nicht lange bangen, der Zufall brachte ihn mit der Deutsch-Russin Jana Werner zusammen.

Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, kristallisierte sich schnell heraus. Da war schon abzusehen, dass da auch die sportlichen Erfolge nicht lange auf sich warten lassen würden. Vorläufiger Höhepunkt: Bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden holte sich das Duo bei den Junioren am Wochenende den zweiten Platz und hat damit gute Karten, im März bei der Weltmeisterschaft in Sofia neben dem Siegerpaar Ashley Foy und Benjamin Blum (Dortmund) die deutschen Farben zu vertreten. Damit sind die beiden ihrem Saisonziel ein großes Stück näher gekommen.

Tim Giesen mit seiner neuen Partnerin Jana Werner. Foto: NGZ-Online

Bis es soweit war, war allerdings große Nervenstärke gefragt, denn da die Leistungsdichte bei den Junioren so groß ist, war das Rennen um die Medaillenplatzierungen bis zur abschließenden Kür offen. In Führung lagen Foy/Blum gefolgt von Werner/Giesen sowie den Münchnern Ekaterina Zaboltonaia und Julian Wagner.

Besonders stark hatte sich das Neusser Paar bis dahin am zweiten Wettkampftag präsentiert, als der Originaltanz auf dem Programm stand. Zur Musik Tumbalaleika und Hava-Nagali legten die beiden einen israelischen Volkstanz aufs Eis und wurden dafür mit der bislang besten Saisonpunktzahl (44,34) von den Preisrichtern belohnt. Nur Foy/Blum waren besser, die damit ihre Führung ausbauen konnten.

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In der Finalen Kür zeigte sich dann, wie dicht das Niveau der Top-Paare beisammen liegt. Bei dem Führungstrio gelang so gut wie alles. Die Juroren mussten schon genau hinschauen, um kleinste Unterschiede wahrzunehmen.

So etwa, ob eine Drehung wirklich drei Mal, oder ob sie eben nur zweieinhalb Mal gelang. Unter dem Strich konnten Brall/Giesen ihren zweiten Platz gegenüber Zabolotnaia/Wagner verteidigen. Auch ein Grund zum Strahlen für NRW-Eistanzobmann Johannes Nordmann, schließlich gingen Gold und Silber nach Nordrhein-Westfalen.

(NGZ)
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