Remscheid: Neustart für die Technologiefabrik

Remscheid: Neustart für die Technologiefabrik

Remscheid soll wieder eine Technologiefabrik erhalten, die auch ihren Namen mit Inhalt füllt. Das ist jedenfalls das Ziel des Lenneper Unternehmens Kobold, das sich auf Grundstücks-, Bau- und Wohnungswirtschaft spezialisiert hat. Kobold hat die TFR-Immobilie an der Berghauser Straße 62 zum 1. Juni übernommen.

"Das Haus bietet viele Perspektiven", sagt Denise Stuppy, Mitglied der Geschäftsführung. In der TFR sollen wieder Veranstaltungen und Gesprächsrunden stattfinden, die wichtige Themen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Remscheider Unternehmen behandeln. Außerdem soll der Service für die Mieter deutlich verbessert werden.

Das zentrale Sekretariat, was lange Zeit nicht mehr besetzt war, werde wieder mit Personal bestückt. Zunächst will der neue Besitzer die Substanz des Hauses sichern und Renovierungen vornehmen. Auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück der TFR befinden sich etwa 11000 Quadratmeter Büro-, Produktions- und Gemeinschaftsflächen sowie ein Konferenzzentrum mit Bistro. Derzeit sind dort 39 Firmen mit gut 175 Mitarbeitern tätig. Für die Mieter ändere sich durch den Eigentümerwechsel laut Stuppy nichts.

Nach Abschluss der Renovierung und Sanierung der leerstehenden 4000 Quadratmeter Flächen wird an vorhandene Mietinteressenten und expandierende Bestandsmieter neu vermietet. "Unser Ziel ist, die Technologiefabrik Remscheid, einst Vorreiter der Konferenz- und Technologiezentren im Bergischen Land, zu beleben und wieder im Bewusstsein der Region zu verankern", sagt Denise Stuppy.

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Ein vergleichbares Niveau wie im W-TEC (Technologiezentrum Wuppertal) und im GUT (Gründer- und Technologiezentrum Solingen) soll erreicht werden. Zudem haben erste Gespräche mit der Stadt stattgefunden, um Perspektiven der Wirtschaftsförderung zu besprechen.

Die TFR hat eine unheilvolle Geschichte hinter sich. Ihr endgültiger Niedergang begann mit der Insolvenz der Remscheider Wirtschaftsförderungs GmbH 2004. Zuerst wurde sie an die Firma Klingelnberg verkauft, später an die Dala Thirteen GmbH aus Düsseldorf. Dieses Immobilienkonglomerat ging ebenfalls in die Insolvenz. Nach einjährigen Verhandlungen konnte Kobold die Immobilie nun kaufen.

(RP)
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