Radevormwald: Realschule umbauen für die Sekundarschule

Radevormwald: Realschule umbauen für die Sekundarschule

In den Sommerferien soll das Gebäude der Städtischen Realschule für die Nutzung der Sekundarschule vorbereitet werden. Dazu sind große Umbauarbeiten nötig. Am Brandschutz wird auch noch gearbeitet.

Nach den Sommerferien wird die siebte Jahrgangsstufe der Sekundarschule in das Gebäude der jetzigen Realschule einziehen. Die Klassen fünf und sechs werden vorerst in dem Gebäude der auslaufenden Hauptschule bleiben.

Foto: wos

Um die Realschule als Sekundarschule nutzen zu können, sind Umbauarbeiten nötig, die Marco Raabe im Bauausschuss vorstellte. Der städtische Architekt muss in der Realschule Platz für vier Klassen schaffen, zu denen auch Differenzierungsräume gehören. "Die Umbauarbeiten sollen in den Sommerferien abgewickelt werden. Für die Maßnahme brauchen wir etwa 100.000 Euro", sagt Raabe. Die Umbauarbeiten beziehen sich vorrangig auf den vorderen linken Teil der Schule, weil dieser über ein separates Treppenhaus zu erreichen ist.

Der Anbau der Realschule kann durch die Sekundarschule nicht genutzt werden, weil die Räumlichkeiten nicht ausreichen.

Bei der Anfertigung der Pläne musste Marco Raabe nicht nur auf das Zusammenleben der verschiedenen Schulformen unter einem Dach eingehen, sondern auch auf die pädagogischen Anforderungen der Sekundarschule. "Wir müssen Wände einreißen, neue Elektronik für die digitalen Tafeln verlegen und neue Zuschnitte realisieren", sagt Raabe. Geplant sind insgesamt neun Klassenräume für die Sekundarschule sowie Differenzierungsräume und ein kleines Lehrerzimmer. Separate Kunst- oder Naturwissenschaftliche Räume wird es nicht geben. Die Sekundarschule muss ihre Nutzung mit den Planungen der Realschule abstimmen.

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Die Mitglieder des Bauausschusses vermissten bei der Übersicht der Planungen die Auflistung einzelner Gewerke und Kostenpunkte. "Wir können nicht einfach 100.000 Euro für etwas freigeben, über das wir so wenig Kenntnis haben. Die Vorlage reicht nicht aus", kritisierten mehrere Politiker. Den Beschluss über die Umbaumaßnahmen verlagerte der Ausschuss in die nächste Sitzung des Stadtrates. Bis dahin soll es eine aufschlussreichere Übersicht der einzelnen Umbauphasen und Kostenpunkte geben. Marco Raabe wartet für detailliertere Planungen auf das Schulentwicklungskonzept, das Schulberater Heinz Gniostko im Schulausschuss Mitte April vorstellen soll.

Momentan laufen in der Realschule Arbeiten bezüglich des Brandschutzes, die im Bauausschuss aber nicht näher thematisiert wurden.

Gewundert hatten sich viele Ausschussmitglieder über den Tagesordnungspunkt "Begegnungsstätte GGS Stadt". Der wurde nämlich direkt zu Beginn des Bauausschusses von der Tagesordnung genommen. Eigentlich sollte über den Stand der Planungen berichtet werden. "Wir sind noch nicht so weit", sagte Marco Raabe.

Wie sich die Schullandschaft räumlich und pädagogisch weiterentwickeln wird, entscheidet sich nach dem kommenden Schulausschuss und dem Rat am 24. April.

(trei)
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