Neuss: Wechsel zur Karnevalsmusik nie bereut

Neuss: Wechsel zur Karnevalsmusik nie bereut

Die Band "de Albatrosse", deren Mitglieder im Neusser Süden leben, feiert mit Überraschungsgästen ihr 20-Jähriges.

Sie segeln in Richtung Rente, wenn sie diese Altersgrenze wie ihr Schlagzeuger Jupp Meurer nicht schon überschritten haben. Aber "De Albatrosse" denken nach 20 erfolgreichen Jahren und mehr als 1500 Bühnenauftritten noch lange nicht ans Aufhören, sondern wollen erst einmal mit allen Freunden kölscher Karnevalsmusik ihren runden Geburtstag feiern. Dazu lädt die Band für Samstag, 21. April, ab 20 Uhr in das Lokal "Partytur" am Lindenplatz in Weckhoven ein.

Am Anfang von "De Albatrosse" stand eine Fusion: Der "Oldie Express" und die "Albatross-Live-Musik", beides klassische Coverbands, verschmolzen und wandten sich der - ohnehin immer rockiger werdenden - Karvelasmusik zu. Frontmann Jörg Kalscheuer war das erst gar nicht recht, und er ließ sich auch nur darauf ein, weil Bassist Freddy Maaßen schon ein paar Gigs zugesagt hatte. "Doch dann kam der erste Auftritt", sagt Kalscheuer noch immer beeindruckt, denn er erlebte ein ganz neues Live-Gefühl. "Spielst du Tanzmusik, interessiert sich die erste Stunde niemand für die Band", sagt er. "Dann fließt der Alkohol - und am Schluss feiert dich das Publikum", sagt er. Ganz anders im Karneval: "Da ist das Publikum von der ersten Minute an voll da." Und davon wollte auch er mehr haben.

Kalscheuer und Maaßen sind die letzten Gründungsmitglieder in der Band, zu der heute noch Dieter Dreesbach an den Tasten (seit 2006 dabei), Gitarrist Ralf Gürtzgen (seit 2009 ein "Albatros") und Jupp Meurer gehören, der 2016 auf Norbert Giesen folgte. "Es gab Besetzungswechsel", sagt Maaßen, und fügt hinzu: "Aber immer ohne Ärger".

Größte Erfolge der Albatrosse waren ein zweiter Platz bei der "Närrischen Hitparade" des WDR im Jahr 2003 und ihr Top-Hit "Oldie-Man". Der, berichtet Maaßen, sei bei WDR 4 fast ein Jahr lang dauernd im Programm gewesen.

Wenn die Albatrosse auftreten, haben sie immer auch mindestens einen ihrer eigenen Titel im Programm, spielen ansonsten das, was das Publikum eher kennt - und hören will. Hits von Brings oder den Höhnern, zum Beispiel. Bei ihrer Jubiläumsparty allerdings soll das etwas anders laufen. Für das Fest, zu dem auch Moderatorin Thilly Meester (´ne Kistedüvel) einen Beitrag leisten will, kündigen zudem Überraschungsgäste ihr Kommen an.

Für die Band selbst geht es schon tags drauf weiter - mit einem Auftritt in Coesfeld.

Info Karten zum Preis von zehn Euro bei allen Bandmitgliedern.

(-nau)