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Erfttal feiert Schützenfest

Schützenfest Erfttal : Kleines, stolzes Erfttaler Regiment marschiert für Walandis I.

Günter Ludwigs kam nicht mit leeren Händen. Der Repräsentant des Rheinischen Schützenbundes zeichnete am Samstag etliche Mitglieder des Erfttaler Komitees aus, um so deren „Aufbauarbeit“ zu würdigen, die sich am Wochenende in einer schönen und vor allem gut besuchten Kirmes ausdrückte.

In deren Mittelpunkt stand Walandis Siafkos, für Frank Buchholz ein ebenso charismatischer wie authentischer Schützenkönig.

Für den seit Januar amtierenden Schützenpräsidenten hat der 40-jährige Grenadier mit dem Königssilber großen Anteil an diesem Erfolg. „Durch ihn haben wir wieder engeren Kontakt zu den Nachbarvereinen“, sagt Buchholz und führt wie zum Beweis an, dass zum Krönungsball am Samstag Reuschenberger Schützen als Überraschungsgäste im Zelt waren.

Markus Kemmerling, Vizepräsident und Regimentsspieß, stellte den neuen König vor, der 2017 als Gastmarschierer bei den Grenadieren seine erste Kirmes erlebte, sofort Mitglied wurde und sich im Moment des Vorbeimarsches am damaligen Schützenkönig entschloss, auf den Königsvogel zu schießen. Ehefrau Iris und die Kinder Leonidas (10), der Fahnenschwenker bei den Grenadieren ist, und Tochter Alexandra (7), schon Mitglied im Damenzug „Diana“, stimmten zu. Bemerkenswert am König, der im bürgerlichen Leben Kfz-Meister ist, ist nach Ansicht des Vorstandes seine Hilfsbereitschaft. „Ein Nein akzeptiert er da nicht“, sagt Buchholz.

Dass das Erfttaler Schützenfest im Aufschwung begriffen ist, liest der Vorstand nicht nur am Zeltbesuch ab, das drei Tage lang ein echter Treffpunkt im Ort war, sondern auch an der Freude beim Marschieren. Christian Schlangen, seit zwei Monaten Oberst, freute sich, „ein kleines, stolzes Regiment“ zu kommandieren. Bevor das am Sonntag zur Königsparade aufzog, konnten Pfarrerin Nadine Appelfeller und Diakon Matthias Godde mit den Schützen zum ersten Mal im Festzelt einen Gottesdienst feiern. Kirche sei gerne da, wo Menschen feiern, sagte Appelfeller, deren Predigt zum Wert der Geselligkeit im oft schweren Alltag in der Feststellung gipfelte: „Ein Bier geht immer.“

Heute klingt das Fest mit der Kinderbelustigung, Parade und Party aus, für die Lutz Beier die Musik sponsert. Er ist der neue Festwirt, Unterstützer der Bürgerschützen und wie sie überzeugt, dass das Fest in Erfttal Zukunft hat.

(-nau)