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Neukirchen-Vluyn: Umjubeltes Chorkonzert von 200 Grundschülern in Neukirchen-Vluyn

Neukirchen-Vluyn : Umjubeltes Chorkonzert von 200 Grundschülern in Neukirchen-Vluyn

Geleitet von der Sängerin und Pädagogin Irmke von Schlichting erkundeten Kinder der Pestalozzi- und Antoniusschule die Welt der Musik.

Mit einem stimmigen Konzert endete in der Vluyner Kulturhalle ein Chorprojekt der Grundschulen. Die zweiten und dritten Klassen der Pestalozzi- und Antoniusschule hatten dazu eingeladen und dabei ihre Familien restlos begeistert. Stehender Applaus, Bravorufe und Zugabenwünsche wollten gar nicht enden. Knapp 200 Kinder hatten mit ihrem Chorkonzert das Publikum aus dem Sitz gehauen. Aus dem Schwärmen kamen Familienangehörige nach dem Auftritt kaum noch raus, auch die begleitende Lehrerschaft war voll des Lobes über das außergewöhnliche Projekt.

Opernsängerin und Musikpädagogin Irmke von Schlichting ist die Macherin des schulischen Musikprojektes, das im Rahmen der "Kulturstrolche" über das Kultursekretariat NRW Gütersloh ermöglicht und finanziert wurde. Kinder bekommen hinter den Kulissen Einblicke in die kulturelle Arbeit, besuchen Theater, Opernhäuser und Museen. "In diesem Fall kam Irmke von Schlichting zu uns", sagte die Schulkulturbeauftragte Ulrike Reichelt. Jeweils montags und dienstags arbeitete die Musikpädagogin seit September separat mit insgesamt neun Klassen an zwei Schulen. Die Herausforderung an sich war das Zusammenführen beider Schulen zum Konzerttermin ohne eine vorherige Generalprobe oder überhaupt eine gemeinsame Probenzeit. Lediglich an den Schulstandorten fanden die Generalproben statt.

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"Wir haben bekannte Kanonmelodien geprobt, Volkslieder und moderne Weihnachtslieder", erläuterte die 29-Jährige den Konzertumfang. "Bei uns wurde es mit finnischen, englischen und chinesischen Liedern international", so Irmke von Schlichting, die selbst mehrere Sprachen spricht.

Bei der Arbeit mit den Schulkindern drehte sich alles um Musik, um Theorie und Praxis des Singens, um die Tonleiter mit do-re-mi-fa-sol. Schon die Vorbereitungszeit sorgte für große Vorfreude, die bis zum Aufritt in einer voll besetzten Kulturhalle andauern sollte. Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist nahmen an Fahrt auf. "Ich habe musik-begeisterte Kinder erlebt und auch zurückhaltende Kinder, die sich über die Musik öffneten", erzählt die Sopranistin, die das Musikprojekt "Singpause" von Düsseldorf über Wuppertal nach Neukirchen-Vluyn brachte.

Die musikalische Begleitung von Grundschulkindern in der veränderten Schullandschaft ist ihr wichtig. Von musikalischen Alphabetisierung spricht sie. "Ein irres Gefühl für mich, wenn ich das, was ich gelernt habe, pädagogisch an Kinder mit solch einem Erfolg vermitteln kann. Meine Mission ist, etwas an andere abgeben. Es hat geklappt, wie das Konzert gezeigt hat." Den Probelauf gab es bereits mit der Hundertwasser-Schule im April. Ein Projekterfolg, der jetzt wiederholt wurde und auf Wunsch der Eltern weitergeführt werden sollte, beispielsweise auch an der Tersteegen-Grundschule. Grob geplant ist, im nächsten Schuljahr die musikalische Arbeit in Abstimmung mit dem Konzertplan der Opernsängerin fortzuführen.

(sabi)