Nettetal: Mehr als nur ein Pflaster aufkleben

Nettetal : Mehr als nur ein Pflaster aufkleben

Etliche Gesamtschüler haben gelernt, Verletzungen richtig zu behandeln.

Im vergangenen Schuljahr bildete auch die Gesamtschule Jugendliche als Schulsanitäter aus. Der einstige neunte Jahrgang hatte 42 Stunden außerhalb des Unterrichts "gebüffelt" hatte. "In Theorie und Praxis", unterstrich Gaby Lommetz, Leiterin der Abteilung Ausbildung beim Malteser Hilfsdienst. Insgesamt 50 Mädchen und Jungen sind in der Gesamtschule als Schulsanitäter tätig, sie wurden in den vergangenen Jahren vom MHD ausgebildet.

"Das ist mehr, als nur auf dem Schulhof präsent zu sein und ein Pflaster auf das kaputte Knie zu kleben", berichtete der 16-jährige Fabian Stiels. Seit vier Jähren nehmen Mädchen und Jungen an den Ausbildungslehrgängen teil. Lehrer Volker Aschenbach ist auch Mitglied im MHD. Er ist für die Ausbildung der Schulsanitäter zuständig.

Dass die Jugendlichen tatsächlich mehr als nur kleine Kratzer behandeln können, zeigte beispielsweise Fabian Stiels. Er half einem Schüler, der sich eine Kopfverletzung zugezogen hatte. Fabian beruhigte den Verletzten zunächst einmal. Dann rief er den Rettungsdienst und versorgte die Wunde. "Wenn die Schüler ihre Prüfung zum Schulsanitäter bestehen, wird dies auf dem Zeugnis vermerkt, und sie bekommen eine Urkunde", erklärte Aschenbach. Für die spätere Berufswahl sei dies nützlich und hilfreich, meint der Lehrer, denn auch Betriebe müssten ausgebildete Sanitäter nachweisen. Zum Abschluss nahmen die Gesamtschüler zwei Notfall-Schulsanitätsdienst-Rucksäcke (SSD) mit entsprechendem Material und die Urkunden vom MHD-Stadtbeauftragten Willy Pollmanns entgegen.

(ivb)