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Nettetal: Elk: Moderne Stadt im Grünen

Nettetal : Elk: Moderne Stadt im Grünen

Die Städtepartnerschaft zwischen Nettetal und der polnischen Stadt Elk trägt seit 1999 zur Völkerverständigung bei. Seither wurden auch zahlreiche private Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen.

Ganz Nettetal schaut in diesen Tagen nach Polen zur Fußball-Europameisterschaft. Mit der polnischen Gemeinde Elk (Lyck) im südlichen Teil der Elker Seenplatte in Masuren ist die Stadt Nettetal bereits 1999 eine Partnerschaft eingegangen. "Und seitdem ist viel passiert", sagt Birgit Lienen, die bei der Nette-Agentur für die Partnerstädte zuständig ist. Rund 25-mal sind Nettetaler seither nach Elk gefahren, und Elker Bürger sind nach Nettetal gekommen.

Unterstützt wird die Städtepartnerschaft durch den Partnerschaftsverein Elk, den Berthold Maruscyk vertritt. Dass die Partnerschaft nicht nur auf dem Papier besteht, beweisen die vielen privaten Kontakte und Freundschaften, die entstanden sind.

In regelmäßigen Abständen hat die Schaagerin Renate Dyck, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Städtepartnerschaften, Elk besucht und ist von der polnischen Stadt mehr denn je fasziniert: "Elk ist moderner geworden und hat eine ausgewogene Infrastruktur erhalten." Mit knapp 58 000 Einwohnern hat die polnische Stadt zwar nur rund 15 000 mehr als Nettetal, allerdings eine viereinhalbmal größere Fläche. "Elk liegt mitten in der Landschaft, während Nettetal doch eher eine kompakte Stadt mit sehr guten Anschlussmöglichkeiten in andere Städte und Regionen ist", sagt Renate Dyck.

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Elk konnte viele Fördermittel aus der EU erwirken und so zahlreiche Neubauten und Sanierungen verwirklichen. So wurde das Elker Stadion Mosir mit allem ausgestattet, was das Sportlerherz begehrt. Zu den drei neuen Rasenplätzen gesellen sich Tennisplätze, Leichtathletik-Wettkampfstätten, großzügige Tribünen sowie ein Kunstrasenplatz, der im Winter auch als Schlittschuhbahn genutzt werden kann.

Gastfreundliche Polen

"Wer einmal dort war, merkt sehr schnell, dass die Polen sehr gastfreundschaftlich sind", so Renate Dyck, die hofft, dass jetzt auch durch die Fußballfans, die das Land besuchen, Vorurteile den Polen gegenüber verschwinden. Dies hofft auch Pfarrer Günter Puts, Leiter der Nettetaler Gemeinschaft der Gemeinden und Pfarrer in Breyell, Schaag und Leutherheide, der seit 2004 die Elk-Hilfe kontinuierlich mit Weggefährten aus den drei Gemeinden aufgebaut hat.

Die Elk-Hilfe sammelt für die noch junge Diözese Elk, für deren Kinderheime Behindertenwerkstätten, Männer- und Frauenasyle, Kleiderkammern, Erholungseinrichtungen und für alle hilfsbedürftigen Personen und Familien in der strukturschwachen Diözese. Seit der Gründung der Elk-Hilfe sind rund 28 Lastwagen mit Kleidung und Spielzeug in die polnische Partnerstadt gerollt.

Dass die Hilfe auch ankommt, davon konnten sich Pastor Günter Puts und seine Mitstreiter bereits mehrmals überzeugen. "Der Caritas in Elk angeschlossen ist sogar eine eigene Schneiderei, wo die Kleidungsstücke geändert werden können", so Pastor Puts. "Ich hoffe, dass die Menschen nach der Europameisterschaft aus Polen zurückgekommen und sagen, so positiv hatte ich mir Polen nicht vorgestellt", sagt Puts, der erst vor einigen Wochen bei einem Besuch in Elk zum Ehrendomherrn an der Kathedrale in Elk ernannt wurde.

(ivb)