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Kamp-Lintfort: SPD kürt René Schneider

Kamp-Lintfort : SPD kürt René Schneider

Der Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis 57 steht seit gestern Abend fest: René Schneider erhielt auf der Wahlkreiskonferenz in der Stadthalle Kamp-Lintfort 40 von insgesamt 75 Stimmen. Er wird in Nachfolge von Wolfgang Roth für die Genossen in den Landtagswahlkampf ziehen.

Die Sozialdemokraten im Wahlkreis 57 hatten es spannend gemacht: Mit Jochen Gottke aus Neukirchen-Vluyn, Jörg Banemann aus Alpen und René Schneider aus Kamp-Lintfort waren gleich drei Bewerber nominiert. Am Ende entschieden sich die Delegierten auf der Wahlkreiskonferenz für den jüngsten der drei Kandidaten und damit für einen Generationswechsel: Der 35-jährige René Schneider wird für die SPD im Wahlkreis Wesel II in den Wahlkampf um ein Direktmandat einziehen.

Der studierte Journalist hat bereits Landtagsluft geschnuppert: Bis 2005 war er Referent der damaligen kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Schneider überzeugte gestern Abend nicht zuletzt durch seine knackige und beherzte Rede, die er zu seiner Vorstellung vorbereitet hatte. Gelernt ist gelernt: Bis 2010 arbeitete der Kamp-Lintforter bei der Stadt Gelsenkirchen unter anderem als Redenschreiber.

Bildung ohne Brüche

Dass es "ausgerechnet" ein CDU-Politiker war, der 1997 das Interesse Schneiders für die Politik weckte, war nur eine humorvolle Anekdote am Rande: "Er war groß, schwergewichtig und Kanzler: Helmut Kohl. Wir kannten nur ihn als Bundeskanzler", erzählte Schneider. Seither habe er zwei Kommunalwahlkämpfe in Kamp-Lintfort und drei Landtagswahlkämpfe für Wolfgang Roth mit gestaltet. Er habe so gelernt, worauf es in der Politik ankomme. "Zwei Themen liegen mir besonders am Herzen", warb er für sich.

Das eine lautet Bildung ohne Brüche. Schneider will sich dafür einsetzen, dass alle Heranwachsenden die Chance auf eine lückenlose Bildungslaufbahn von der Kita bis zur Ausbildung oder zum Studium erleben. "Die Sekundarschule ist für mich ein guter Ansatz", erläuterte er den Delegierten aus Kamp-Lintfort, Rheinberg, Xanten, Alpen, Sonsbeck und Neukirchen-Vluyn.

Das zweite Thema, das ihn sehr interessiere, sei die Demografie. "Der Wandel kann ja auch ein Gewinn sein. Wir müssen älteren Menschen Angebote machen. Denn, auch wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden, sind sie für die Gesellschaft wertvoll." Zentraler Punkt seines Wirkens sei jedoch der Mensch, den er in den Mittelpunkt stellen wolle. Jochen Gottke, Awo-Kreisvorsitzender, erhielt gestern Abend 25 Stimmen, Jörg Banemann zehn Stimmen.

(RP)