Moers: Neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken

Moers: Neue Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken

Die Gruppe trifft sich ab sofort jeden Montag in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring.

Was es bedeutet, mit einem alkoholkranken Partner zusammenzuleben, wissen nur diejenigen, die es selber tun. "Viele meinen, es gäbe keinen Ausweg, sie resignieren, verlieren ihre sozialen Kontakte oder werden krank. Manche schämen sich auch und den Alltag beherrschen Kontrolle, Rettungsversuche und Verzweiflung", sagt Walter, der seinen vollständigen Namen nicht veröffentlicht wissen möchte. Seine Ehefrau ist von einer Alkoholkrankheit betroffen.

Viele Jahre besuchte der heutige Rentner zusammen mit ihr eine Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke des Freundeskreis - Leben ohne Alkohol (LOA). "In dieser Gruppe konnte ich zwar viel über die Krankheit lernen, aber die für mich wichtigen Themen kamen selten zur Sprache", erinnert er sich. Seine Idee: Eine Selbsthilfegruppe gründen, die nur für Angehörige von Suchtkranken offen steht. Für Partnerinnen und Partner, Eltern, Kinder und alle diejenigen, die mit den Betroffenen zusammenleben und ihnen zur Seite stehen.

Inzwischen ist aus dem Gedanken Wirklichkeit geworden. Kürzlich tauschte sich zum ersten Mal eine kleine Runde Angehöriger in einem ruhigen Raum in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring, Schwanenring 5 über ihre Sorgen aus.

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Zu den Treffen der neu gegründeten "LOA-Gruppe für Angehörige" , die nun jeden Montag ab 19 Uhr für etwa zwei Stunden zusammenkommt, sind weitere Angehörige herzlich willkommen.

Die neue Gruppe wird von Ehrenamtlern geleitet, die fachliche Begleitung übernimmt Albert Sturtz von der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers. Er koordiniert auch die acht weiteren Suchtselbsthilfegruppen und begleitetet sie. "Für die mitbetroffenen Angehörigen können die Treffen eine stabilisierende Wirkung haben", weiß Sturtz.

Kontakt zur "LOA-Gruppe für Angehörige" über Walter unter Telefon 0163 1457009.

(RP)