Mönchengladbach: Shopping-Sonntag zur Tour bleibt

Mönchengladbach: Shopping-Sonntag zur Tour bleibt

Die zweite Etappe der Tour de France 2017

Die Geschäfte in der Mönchengladbacher Innenstadt dürfen zur Durchfahrt der Tour de France am kommenden Sonntag öffnen. Einen Antrag der Linken, den gesamten Shopping-Sonntag zu kippen, lehnte der Hauptausschuss ab.

Die Ratsmehrheit warf der FDP am Mittwoch im Hauptausschuss "Effekthascherei" vor. "Wenn man einen Bereich wie die Hindenburgstraße aus der Genehmigung herausnehmen möchte, dann muss man den Stadtteil Gladbach ausschließen und dann konsequenterweise die ganze Stadt", sagte SPD-Fraktionschef Felix Heinrichs. "Dann können Sie den Händlern in den anderen Stadtteilen erklären, dass sie Investitionen umsonst getätigt haben." Auch CDU-Politiker Dieter Breymann befürchtete Schadenersatzforderungen durch Händler, sollte man die genehmigte Sonntagsöffnung wieder zurücknehmen. Grünen-Politiker Karl Sasserath lehnte die nachträgliche Änderung auch ab, kritisierte aber auch die Händler in der City: "Der Anlass der Tour steht für eine andere Art der Mobilität. Dass der Handel das nicht umsetzt, ist ein Armutszeugnis."

Die zusätzlichen Kosten für das Sicherheitskonzept der Tour in Höhe von 121.000 Euro wurden vom Ausschuss genehmigt. CDU-Fraktionschef Hans-Peter Schlegelmilch sagte, diese Summe sei nicht so hoch wie erwartet: "Aber wir sollten nach der Tour darüber sprechen, warum der Anteil privater Unternehmen hinter den Erwartungen geblieben ist." Wie MGMG-Geschäftsführer Peter Schlipköter erklärte, seien knapp 70.000 Euro von privaten Geldgebern gekommen, die städtischen Gesellschaften gaben 155.000 Euro an Sponsorengeldern, davon überwies die NEW mit 35.000 Euro den größten Teil. Insgesamt kostet die Tour-Durchfahrt knapp 640.000 Euro.

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Unterdessen hat die Stadtverwaltung offenbar versucht, ihren Mitarbeitern ein Engagement als Volunteer zur Tour mit einem freien Tag als Ausgleich schmackhaft zu machen. Personaldezernent Matthias Engel bestätigte eine Frage von Grünen-Ratsherr Sasserath: "Wir haben als Arbeitgeber das gemacht, was wir uns auch von privaten Unternehmen gewünscht hätten." Insgesamt sind nach Angaben der Stadt rund 350 Volunteers im Einsatz.

(RP)