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Mönchengladbach: Oberbürgermeister macht Masterplan zur Chefsache

Mönchengladbach : Oberbürgermeister macht Masterplan zur Chefsache

Ab sofort ist Norbert Bude für das Planwerk zuständig. Er hat dem Technischen Beigeordneten diese Aufgabe entzogen.

Rund drei Stunden konferierte Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) in dieser Woche in der Bauverwaltung. Einziges Thema: der Masterplan. Dieser zeitliche Einsatz hat nicht nur mit einem Interesse des Verwaltungschefs für das Planwerk zu tun. Bude hat den Masterplan zur Chefsache gemacht.

Und das bedeutet: Der OB vertritt die Stadtverwaltung künftig in Gremien, zum Beispiel im Masterplan-Beirat. Er trifft auch die grundlegenden Entscheidungen, wenn es um die Vereinbarkeit des Masterplans mit der Bauleitplanung und sonstigen städtischen Planungen geht. Und er vertritt die Stadtverwaltung bei wichtigen Terminen außerhalb städtischer Gremien. "Seit zwei Wochen bin ich dazu jeden Mittwoch in der Bauverwaltung", sagte er dazu jetzt beim Wahl-Duell des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Dies interpretieren Insider so: Verwaltungschef Bude hat dem eigentlich für dieses Thema zuständigen Technischen Beigeordneten Andreas Wurff diese Aufgabe entzogen. Zieht Bude diese harte Konsequenz, weil er mit der Arbeit des in breiten politischen Kreisen umstrittenen Baudezernenten nicht mehr einverstanden ist?

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Zu dieser Frage äußert sich der Oberbürgermeister in einem Gespräch mit der Rheinischen Post nicht. Wohl aber zu den drei Schwerpunkten, die er in der Prioritäten-Liste des Masterplan-Ideenwerks ganz weit oben sieht: "Wir müssen das Bauvorhaben auf der Bleichwiese ganz schnell so umsetzen, wie es der Masterplan vorgibt. Das ist ein erstes sichtbares Zeichen. Dann müssen wir die City-Ost verwirklichen, was allerdings noch Gespräche und Verhandlungen unter anderem mit Grundstückseigentümer Aurelis notwendig macht. Außerdem ist sehr wichtig, das Gebiet um die Hochschule und das Polizeipräsidium zu entwickeln. 2017 wird das Gebäude des Präsidiums aufgegeben. Da haben wir eine Chance, diesem Gebiet eine neue Zukunft zu geben", sagt Bude. Dass auch dieser dritte Schwerpunkt mit Hochdruck angegangen wird, davon zeugt ein Treffen mit Vertretern des Masterplan-Vereins, der Stadt und des zuständigen Landesbetriebs im Polizeipräsidium.

Mehrfach hatte es hinter den Kulissen und im Bau- und Planungsausschuss Kontroversen um den Masterplan und den Masterplan-Beirat gegeben. Dabei hatte die Bauverwaltung nicht immer glücklich agiert. Dies will Bude offenbar künftig ausschließen.

(RP)