Mönchengladbach: Zwei lebende Kaninchen und 23 Kühlschränke "weggeworfen"

Mönchengladbach: Zwei lebende Kaninchen und 23 Kühlschränke "weggeworfen"

Die Mülldetektive der Stadt Mönchengladbach machen immer wieder kuriose Entdeckungen. Jetzt haben sie zwei Kaninchen vor einer kalten Nacht gerettet. Jemand hatte die Tiere in einer Box an Wertstoffcontainern abgestellt.

Mitarbeiter der Mags (Mönchengladbach Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe) haben zwei lebende Kaninchen am Container-Standort Dahlener/Bachstraße gefunden und sie so vor einer kalten Nacht gerettet. Die Tiere waren einfach in einer Transportbox an den Wertstoffcontainern abgelegt worden. "Möglicherweise hat da jemand seine unliebsam gewordenen Weihnachtsgeschenke entsorgen wollen", sagt Mags-Sprecherin Yvonne Tillmanns.

Die beiden Kaninchen sind gerettet. Sie wurden von der Feuerwehr zum Tierheim gebracht. Gefunden haben sie Gerhard Smykala und Naim Bajraktari am Donnerstagabend bei einer Routinekontrolle an den Wertstoffcontainer-Standorten. Für Naim Bajraktari (49) ist es nicht der erste Tierfund. Vor sieben Monaten entdeckte er an einem Container in Giesenkirchen 18 Königspythons in einem verklebten Karton. Die Tiere zeigten schon Mangelerscheinungen und wären sie nicht von Naim Bajraktari gefunden und später zu einem Reptilienexperten gebracht worden, der sie aufpäppelte, hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt.

Im Wickrather Wald fand die Mags 23 Kühlschränke. Foto: Mags
  • Schafkadaver im Papiercontainer : Die kuriosesten Fälle der Mönchengladbacher Mülldetektive

Die Kaninchen sind nicht die einzigen außergewöhnlichen Fundstücke der vergangenen Tage. Von einem Bürger war ein "Riesen-Haufen Möbel" beim Mags-Servicetelefon gemeldet worden. Im Wickrather Busch an der Trompeterallee, gegenüber einer Rollladen Firma, fanden die Mülldetektive 23 illegal entsorgte Kühl- und Gefrierschränke vor. Teilweise noch mit Kühlaggregaten. Insgesamt transportierte die GEM sieben Tonnen Elektro-Müll vom Fundort.

Die Mülldetektive haben die Ermittlungen aufgenommen. "Irgendjemand muss etwas gesehen haben. Bei der Anzahl an Kühlschränken kann entweder nur ein großer Lkw oder ein Kleintransporter mehrfach vorgefahren sein", sagt Jörg Wilms, Leiter der Mülldetektive.

(gap)