Mensch Gladbach: Heute bleiben wir mal jung ...

Mensch Gladbach: Heute bleiben wir mal jung ...

Merken Sie es? 2018 ist jetzt auch nicht mehr ganz taufrisch. Zum Ausgleich werfen wir mal einen Blick auf die jungen Seiten unserer Stadt.

Manchmal vergehen zwei Wochen schnell wie ein Wimpernschlag. Die Stadt wacht auf, Urlauber kehren zurück, Karnevalisten sind in bester Schunkelstimmung (mit mehr Tempo, die Session ist schließlich kurz), Neujahrsempfänge, Sitzungen politischer Gremien. Und schon ist das neue Jahr auch wieder alt.

Wie gut, dass unsere Stadt so viel junge Dynamik versprüht.

Da wären die Skater. Sie sind lässig, jung und eine feste Szene in Mönchengladbach, seit es hier vor Jahrzehnten mal eine europaweit bekannte Skatehalle gegeben hat. Die Szene war heimatlos, bis sie im Zuge des Konzepts gegen den Leerstand in der Rheydter Innenstadt eine Halle erhielten. Es war als Zwischennutzung für ein paar Monate gedacht, ist aber so erfolgreich, dass der Verein, der das Projekt betreut, unbedingt weitermachen möchte. Das sollten die Verantwortlichen im Rathaus weiter unterstützen. Denn das ist Jugendarbeit, wie man sie sich nur wünschen kann. Die Mädchen und Jungs sind begeistert dabei, machen Sport (wenn auch waghalsigen) und bekommen auch noch die in dem Alter notwendige Portion Coolness mit. Und mit dem Snowboard-Spektakel Big Air hätte Mönchengladbach eine dauerhafte Attraktion für diese Szene.

Verjüngen wird sich die Stadt bald auch auf der Industriebrache in Bahnhofsnähe, die unter dem Arbeitstitel City Ost läuft. Dort entsteht, wie auch auf dem Maria-Hilf-Areal, ein neues Wohnviertel. Mit im Paket - so haben es zumindest Investor und Baudezernent versprochen - sind ein künstlich angelegter See, viel Grün, Spiel- und Sportflächen. An der Oberfläche soll alles autofrei bleiben. Ein modernes Wohnkonzept also, das sicherlich viele aus Düsseldorf nach Mönchengladbach locken wird, die sich die hohen Wohnpreise in der Landeshauptstadt nicht mehr leisten können. Auf der Auffrischungs-Skala ein Punkt mehr für MG.

  • Tödliches Autorennen : "Wir haben in Mönchengladbach keine Raser-Szene"

Den gibt es auch für das Umdenken in der Verkehrspolitik. Das Auto ist zwar ein bequemes und nach wie vor notwendiges Verkehrsmittel, aber das Fahrrad entwickelt sich für immer mehr Menschen zur echten Alternative - und das ist keine Frage des Alters. Dass es seit einigen Monaten mit der blauen Route eine erste Fahrradstraße in Mönchengladbach gibt, ist das richtige Signal. Nur ob es der richtige Ort ist (Richard-Wagner-Straße/Brucknerallee) wird noch heftig diskutiert. Klar ist: Fahrradstraße, auf der Radler Vorrang haben, auch mitten auf der Fahrbahn oder nebeneinander fahren dürfen, muss noch geübt werden. Aber Mönchengladbach ist ja jung und flexibel!

Auf die Jugend setzt traditionell auch Gladbachs stärkste Marke, die Borussia. Der Fußballverein investiert kräftig, baut neben dem Stadion im Nordpark aus: ein Hotel mit Fanshop und Museum, ein Internat für den Nachwuchs und ein Leistungszentrum für die Profis. Schließlich rostet, wer rastet.

Manchmal ist eine Rast aber auch nicht schlecht. Deshalb an dieser Stelle: Ein erholsames Wochenende!

(RP)