Mönchengladbach: Mit dem Lions-Club stimmungsvoll gefeiert

Mönchengladbach: Mit dem Lions-Club stimmungsvoll gefeiert

Viele Fenster und Häuser sind zur Zeit weihnachtlich dekoriert. Doch die Einsamkeit hinter manchem dieser Fenster wird vielfach nicht gesehen.

"Wie es in diesen Häusern aussieht, erfährt man erst, wenn man mit den Menschen spricht, und das macht demütig", sagte Kai Bürkel, Präsident des Lions-Clubs Mönchengladbach. Seit mehr als 40 Jahren lädt der Serviceclub einsame und alte Menschen am Tag des Heiligen Abends zum gemeinsamen Feiern ein. Erstmals fand diese Feier im Pfarrsaal der St. Vitus-Gemeinde statt, da das Forum Maria Hilf nicht mehr verfügbar ist. "Wir sind der Gemeinde sehr dankbar und hoffen, auch in den nächsten Jahren kommen zu dürfen", sagte Jürgen Zitzen. Wie die anderen Mitglieder des Serviceclubs trug er dafür Sorge, dass die Gäste ein Mittagessen, Kaffee und Kuchen gereicht bekamen und sich am gemeinsamen Singen und Vorträgen erfreuten. Wie es an Weihnachten guter Brauch ist, bekam ein jeder Gast ein Geschenk - eine gut gefüllte Tüte mit Kaffee, süßen Verlockungen und Obst.

Für Bürkel ist dieser ehrenamtliche Einsatz nicht nur eine dem Serviceclub geschuldete Aufgabe, sondern längst Teil der Familientradition. "Mein Vater war im Lions-Club, und so war ich als Kind schon bei solchen Weihnachtsfesten dabei. Nun begleitet mich mein Sohn Johannes", erzählte der Clubpräsident. Auch einige andere Mitglieder hatten eigene Kinder zur Unterstützung mitgebracht. Die halfen etwa beim Verteilen von 140 hübschen Lichtern, gebastelt von Kindern der Kindertagesstätte Diakonisches Werk und überbracht von Ansprechpartnerin Elke Berzen.

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Zu den Beschenkten zählte Gabi Moll, die seit etwa 30 Jahren gerne der Einladung des Lions-Clubs folgt. "Das Zusammensein hier gehört für mich zum Fest dazu, und ich möchte auch in Zukunft gerne kommen", sagte die 52-jährige Rheydterin. Wolfgang Kirsch hatte durch seine Tätigkeit beim SKM Rheydt von der Weihnachtsfeier gehört und war froh, dass eine Sozialarbeiterin für ihn die Einladung über die erforderliche Anmeldung vermittelt hatte. "Ich bin seit 40 Jahren aktiver Musiker und spiele bei den Crazy Trumpets", erzählte er von sich. Ja, er sei glücklich, dabei sein zu können, bekannte er ruhig und schlicht. Und da machte es betroffen, als Wolfgang Kirsch mit Blick auf Weihnachten als das Fest der Liebe nüchtern feststellte: "Ich feiere heute hier. Danach kommt erst mal nichts mehr"

(anw)