Gespannfahrertreffen bei Hephata in Mönchengladbach

Hephata: Ein inklusive Tour im Motorradgespann

Bei der evangelischen Stiftung Hephata gingen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf eine Motorradausfahrt.

Die Vorbereitungen zum 21. Motorrad-Gespannfahrertreffen der Evangelischen Stiftung Hephata starteten am Freitagnachmittag. Ab 17 Uhr waren Grillen und Gesang am Lagerfeuer angesagt. Los ging es dann am Samstag um 14 Uhr: 30 Motorrad-Gespanne mit Menschen mit und ohne Behinderung starteten ihre erste Tour. Rund 2400 Kilometer sammelten die Fahrer zusammen. Andreas Neugebauer, Inklusionsbeauftragter der Stiftung, sagt über die Anfänge: „Als wir im Jahr 1997 das erste Motorrad-Gespannfahrertreffen planten, gehörte das Wort „Inklusion“ noch nicht zum selbstverständlichen Sprachgebrauch.

Andreas List, seit sieben Jahren im Organisationsteam dabei, fährt eine Moto Guzzi. „Mein Geschenk zur Diplomarbeit. Das habe ich mir 1988 selber geschenkt." 1800 Mark musste der Motorrad Liebhaber für die Militär Maschine hinlegen und viele Stunden Arbeit in das Modell Falcone stecken. Auch er war vor 21 Jahren schon beim ersten Mal dabei, damals noch als Gast. Und noch einer ist seit 21 Jahren dabei: Kunde Andreas Bülbring: Es sei „ein tolles Gefühl in so einem Gespannwagen zu sitzen.“

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Für die Begleitung und Absicherung der Touren sorgen neben der Polizei und der Johanniter-Unfallhilfe seit nun vielen Jahren mit großer Professionalität die heimischen Motorradclubs „Regio-Touren-Treff“ und „West-Side-Biker“. „Im Grunde genommen ist die gelebte Gemeinschaft untereinander das tolle an dieser Veranstaltung“ sagt Verkehrssicherungskollege Kalle Ditges. Zusammen mit zwei Kollegen der Polizei Mönchengladbach begleitet er schon seit vielen Jahre das Event.

Während die Biker „on the road“ waren, gab es für die Gäste vor Ort mit Live-Musik auf der Bühne ordentlich was auf die Ohren und viele Möglichkeiten zum Gespräch.

(RP)