Mönchengladbach: 30 Jahre Architekturbüro Schrammen

Mönchengladbach: Architekt Schrammen und die nächste Generation

Burkhard Schrammen feierte mit Familie und Freunden das 30-jährige Bestehen seines Architekturbüros. Tochter Geraldine ist auch Architektin. OB Hans Wilhelm Reiners bringt Veranstaltungshalle ins Gespräch.

Die Roermonder Höfe und das moderne Wohnhaus oberhalb des Museums Abteiberg gehören zu den neuesten Gebäuden aus dem Architekturbüro Schrammen. An vielen anderen Stellen der Stadt ist die Handschrift des Büros klar zu erkennen. Denn jetzt wurde immerhin das 30-jährige Bestehen gefeiert - und in den Jahrzehnten sind viele Projekte umgesetzt worden. Seit das Unternehmen 1988 von Burkhard Schrammen gegründet worden ist,  wurden mehr als 1000 Gebäude für private und öffentliche Bauherren sowie für Unternehmen neu gebaut oder umgebaut. Seit 2010 ist das Büro mit einer Niederlassung in Düsseldorf vertreten und beschäftigt insgesamt rund 45 Mitarbeiter.

Unter den Gästen der Feier war auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Er lobte architektonische Wettbewerbe zur Stadtentwicklung und dankte Burkhard Schrammen für seine Initiativen, nicht zuletzt für das Stadtmauernhaus, auf dessen Terrasse gefeiert wurde. Interessant: Reiners betonte, dass er in Mönchengladbach eine Veranstaltungshalle für 2000 Leute wolle. Er sagte nicht, dass die Stadt das Geld dafür habe oder selbst bauen wolle, aber Bedarf gebe es.

Schrammen warf nicht nur einen Blick zurück auf 30 Jahre, sondern auch nach vorne: „Es ist schön, wenn wir in entspannter Atmosphäre mit Bauherren, Mitarbeitern und Handwerkern feiern können.“ Aber auch bei ihm ist die Digitalisierung ein Thema: „Die Gesellschaft bewegt sich, wir stellen uns komplett neu auf. So starten wir dann in die nächsten 30 Jahre.“

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Unterstützung dabei könnte er von seiner Tochter Geraldine Schrammen (26) bekommen, die erst vor einem Monat ihren Master in Architektur an der Uni Aachen gemacht hat. „Der Beruf ist vielseitiger, als die meisten Leute denken“, sagt sie und die Leidenschaft für die Architektur ist ihr anzumerken. Sie kann sich vorstellen, in dem Unternehmen ihres Vaters mitzuarbeiten. „Im Studium habe ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht, aber jetzt schon. Man fühlt sich dem Ganzen verbunden und bewundert, was in den 30 Jahren entstanden ist.“

Für die nahe Zukunft hat Geraldine Schrammen konkrete Pläne. Sie hat sich in Amsterdam, Madrid und Berlin beworben, um erst einmal außerhalb des väterlichen Unternehmens eigene berufliche Erfahrungen sammeln zu können. Danach kommt sie wohl zurück nach Mönchengladbach. „Für dieses Unternehmen fühle ich eine Verantwortung, der man sich stellen muss. Ich möchte dieses Werk nicht untergehen lassen.“

Alle Informationen zu dem Architekturbüro gibt es unter www.schrammen.info.

(dge, tho)
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