Mönchengladbach: Fest von Deutschen und Niederländern

Mönchengladbach: Deutsche und Niederländer feiern Freundschaft

Beim Euregionalen Fest wurde im Nordpark an vier Jahrzehnte grenzübergreifende Zusammenarbeit erinnert. Am Ende zeigten Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und sein Venloer Amtskollege Antoin Scholten ihre kreative Seite.

Die Euregio Rhein-Maas-Nord setzt sich nun seit vier Jahrzehnten für den Austausch zwischen der Provinz Limburg und dem Niederrhein ein. In all den Jahren haben sich aus den wirtschaftlichen Beziehungen auch Verbindungen auf persönlicher Ebene entwickelt. Auf der großen Wiese am Konrad-Zuse-Ring im Nordpark wurden am Wochenende das Jubiläum und die Freundschaften zwischen den beiden Ländern gefeiert – mit vielen Gästen, Musik, Tanz und Projekten der Euregio.

„Die Zusammenarbeit ist gut, aber wir können noch viel voneinander lernen“, lautet die Botschaft von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Antoin Scholten, seinem Amtskollegen aus Venlo. Beide waren Gäste im ersten Talk auf der Bühne. Die Moderatoren Axel Tillmanns und Funs Pollux,  führten auf Deutsch sowie Holländisch durch die Runden. „Oft ist es so, dass Venlo Lösungen für Probleme hat, die auch in Gladbach gebraucht werden und umgekehrt“, sagte Scholten. Man ergänze sich somit ziemlich gut. Während die Holländer laut Scholten viel in den Bereichen Technik und Logistik von den Deutschen lernen könnten, zeigte sich Reiners angetan von der Verkehrsführung in den Niederlanden. „Dass ein relativ kleines Land wie Holland so viel Platz für den Radverkehr bietet, ist erstaunlich.“

Ebenfalls zu Gast war ein Grenzpendler: Roel Brouwers. Der langjährige Borussen-Profi ist nahe der deutschen Grenze aufgewachsen, wohnt dort und kennt daher beide Seiten. „Das Deutsche war schon seit meiner Kindheit immer mit dabei“, betonte der Ex-Borusse. Dementsprechend sei auch der Wunsch entstanden, in der deutschen Bundesliga spielen zu dürfen.

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Auch über die Liste der Bühnengäste hinaus war das Jubiläumsfest vielseitig: Zwischen den Talks gibt es musikalische Unterhaltung unter anderem vom Bläserensemble des Pascal-Gymnasiums Grevenbroich oder dem Schützenverein Schutterij ´t Zandakker Gilde St. Jan. Viele deutsche und holländische Institutionen informierten an Ständen über ihre Arbeit oder Projekte. Außer der IHK und der Hochschule Niederrhein präsentierten sich auch von der Euregio geförderte Projekte wie „Klasse ins Museum“ oder „LogWear“, ein tragbares Gerät zur Erleichterung von logistischer Koordination. Entwickelt wurde es von Firmen, die sich innerhalb der Euregio austauschen.

Außerdem gab es an den vielen Ständen ein deutsch-holländisches Kulturtheater und einen Graffiti-Workshop. Bei dem zeigten die beiden Bürgermeister  ihre kreative Seite und kreierten „euregionales Kunstwerk“. Auf einem Bewegungsparcours konnten sich vor allem die jüngeren Besucher ordentlich austoben. Zur Stärkung stand das reichhaltige Catering des Palace St. George bereit.

Die Gäste waren gemischt, kamen aus beiden Ländern, man verstand sich auch über die kulturellen Unterschiede hinaus gut. Den gemeinsamen Wunsch brachte Oberbürgermeister Reiners auf einen Satz: Hoffentlich arbeitet man noch lange so gut zusammen.

(dola)
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