Volksverein Mönchengladbach feiert Jubiläum

Mönchengladbach: Volksverein feiert „35 Jahre Verantwortung leben“

Der Verein steht Langzeitarbeitslosen unterstützend zur Seite und ermöglicht Menschen die Eingliederung in die Arbeitswelt und die Gesellschaft.

Bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich am besten feiern. Das durfte auch der Volksverein Mönchengladbach feststellen – denn das Betriebsgelände an der Geistenbecker Straße war durchaus gut besucht. Viele Menschen trafen sich auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee und genossen auf den zahlreichen Bierbänken die Sonne. Unter dem Motto „35 Jahre Volksverein – 35 Jahre Verantwortung leben“, bot die gemeinnützige Gesellschaft den bunt gemischten Besuchern, unter anderem bestehend aus Mitarbeitern, Maßnahmeteilnehmern, Politikern und Freunden des Volksvereins, ein vielfältiges Programm: Interessierte konnten an einer Betriebsführung teilnehmen oder sich an Info-Ständen über die Arbeit erkundigen. Auf der Bühne sorgten ein Zauberer und die Bigband der Jugendmusikschule für Unterhaltung.

1983 legten Anka Franken und Edmund Erlemann den Grundstein für das Engagement. Damals hofften sie, dass sich mit Gründung des Volksvereins bald die Arbeitslosigkeit erledigt habe. Dieser Wunsch konnte leider nicht in Erfüllung gehen – dennoch hat das Sozialunternehmen etliches Gutes bewirken können. Mit seinen Angeboten zu „Bilden – Arbeiten – Beraten – Begegnen“ möchte der Volksverein Langzeitarbeitslose wieder in die Mitte bringen. Hierzu bietet der Volksverein Mitarbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Rapsöl-Produktion, der Schreinerei mit dem Bau von Möbeln für soziale Einrichtungen sowie die Mitarbeit in den Bereichen Secondhand und Wiederverwertung. Geschäftsführer Wilfried Reiners weiß, dass es sehr wichtig ist, dass es den Volksverein gibt: „Die Menschen, die bei uns an einer Maßnahme teilnehmen, finden nur zu geringem Teil eine Anstellung in der freien Wirtschaft.“

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Was hat sich in den letzten Jahren verändert? „Die Herausforderung ist die gleiche geblieben. Wir versuchen Menschen nach ihren Fähigkeiten eine sinnvolle Beschäftigung zu geben“, sagt Reiners, der bereits seit vielen Jahren für den Volksverein arbeitet. Doch sei die Herausforderung eine andere geworden. „Damals waren es viele Menschen, die aus der Textilindustrie kamen. Mittlerweile sind die Menschen oftmals arbeitslos, da sie eine schlechte oder keine schulische Ausbildung haben.“ Eines der Highlights des Nachmittags war die Modenschau, bei der zahlreiche Politiker ihr Modelpotential unter Beweis stellten: In Secondhand-Mode betraten unter anderem Ratsfrau Annette Bonin und SPD-Mitglied Ralf Horst den Laufsteg. Moderiert wurde das Ganze von Dorothee Krings.