Mönchengladbach: Rock-Festival Hardtbeat

Rock-Festival: Hardtbeat-Macher träumen von Clueso

Rocken bis in die Abendstunden und tanzen im Rhythmus des „Hardtbeat“: Zur vierten Auflage des Festivals kamen viele Musikfreunde inb den Mönchengladbacher Stadtteil Hardt. Zehn Bands sorgten für ein pralles Programm. Stars waren „The cool quest“ aus Holland.

Es war ein Kommen und Gehen. Und zwischendurch gab es jede Menge Musik: Zehn Bands betraten am Samstag beim Hardtbeat-Festival von 12 bis 22 Uhr die Bühne. Die Musiker reisten zum Teil von weit her an, einige haben sich in der Szene bereits einen Namen gemacht. „Unser Headliner ,The cool quest’ kommt aus Zwolle in den Niederlanden. Dieser Act ist auch überregional bekannt und wird in den Niederlanden oft im Radio gespielt“, sagt Kaspar Fuchs, der das Festival mit seinen Freunden Lukas Ditges und Pascal Flachsenberg im vierten Jahr gemeinsam im Mönchengladbacher Stadtteil Hardt organisiert.

Die Jungs sind Anfang zwanzig und selbst Musiker. Bei der ersten Ausgabe, die noch im Jugendheim der Katholischen Jungen Gemeinde stattfand, traten sie auch noch selbst auf. „Damals war das Wetter so gut. Da kam uns die Idee, das Ganze dann zukünftig nach draußen zu verlagern.“ Und das ist den drei Veranstalter geglückt: Mit Unterstützung von mehr als 70 Ehrenamtlern, wurde seit Donnerstag fleißig aufgebaut. Der Beginn der Organisation des Festivals aber fand schon viel früher statt: „Wir haben nach dem letzten Festival eigentlich nur ein bis zwei Monate Pause gemacht und dann wieder angefangen, uns um alles zu kümmern.“ Dazu gehört auch das Thema Sponsoring. Denn so ein Festival finanziert sich nicht von alleine. Die Festival-Crew konnte sich in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Stadtsparkasse Mönchengladbach, das Mönchengladbacher Kulturbüro und mehrere ortsansässige Gewerbetreibende verlassen.

Viele der Festivalbesucher brachten sich am Samstag ihre eigenen Picknick-Utensilien mit. „Mit einem kühlen Bierchen kann man hier perfekt die Acts genießen“, sagt Sonja Schneider, die mit ihren Freunden auch schon im letzten Jahr mit dabei war. „Das ist einfach eine coole Veranstaltung, die sich lohnt.“ Und nicht nur für Jugendliche und junge Erwachsene – auch Familien mit Kindern kommen bei dem Festival jedes Jahr wieder auf ihre Kosten: Die kleinen Besucher konnten sich schminken lassen oder auf der großen Hüpfburg austoben. An einem Merchandise-Stand konnten Festival-Shirts erworben werden - so wie es sich nun einmal für ein ordentliches Festival gehört.

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Neben der Band „The cool quest“ aus den Niederlanden rockten auch die Jungs von „Brett“ aus Hamburg mit bluesigem Gitarrenrock die Bühne. Aber auch die Band „Meine Zeit“ aus Wesel, die bereits als Support für Yvonne Catterfeld und Andreas Bourani auftreten durfte, zeigte, was sie drauf hat. Dass auch Mönchengladbach musikalisch gesehen etwas zu bieten hat, zeigten die drei Jungs von den „Radio Invaders“ und gaben auf der Bühne Vollgas.

Für die Zukunft haben sich die Festival-Organisatoren schon wieder Neues vorgenommen: „Wir möchten gerne noch wachsen“, sagt Fuchs. Auch wenn sie bereits großartige Bands auf die Bühne gleich neben dem Hardter Wald holen konnten, gebe es aber immer noch einen Act, der dem ganzen „Hardtbeat“ noch die Krone aufsetzen würde: „Es wäre cool, wenn Clueso hier auch irgendwann spielen würde“, so Fuchs.

Und wer weiß? Wenn aus einem anfänglichen Konzert in den Räumlichkeiten eines Jugendheims nach vier Jahren ein Festival im Stil von „Rock am Ring“ - das „Hardtbeat“ steckt im Vergleich dazu allerdings noch in den Kinderschuhen - werden kann, ist vermutlich noch viel mehr möglich.