DRK Mettmann in finanziellen Schwierigkeiten

Stadt kündigt Vertrag über Krankentransportdienst : DRK Mettmann hat große finanzielle Probleme

Überschattet wurde die Versammlung des DRK-Ortsvereins Mettmann durch die kritische Entwicklung der Finanzen. Nachdem die Stadt Mettmann den über Jahrzehnte bestehenden Vertrag mit dem DRK über die Beteiligung im Krankentransportdienst zum Jahresende 2018 gekündigt hat, sind dem Verein rund ein Viertel seiner Einnahmen weggebrochen, telt Norbert Danscheidt, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes mit.

Der Versuch, dies zumindest zum Teil über höhere Kostenerstattungen für Sanitätsdienste zu kompensieren, ist bei mehreren größeren Veranstaltungen  gescheitert. Auch für eine Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit des DRK durch die Stadt Mettmann konnten sich die politischen Gremien bisher nicht entscheiden. Danscheidt: „Insofern wird das DRK bei der Finanzierung seines Angebotes für die Mettmanner Bevölkerung alleine gelassen und es ist unklar, wie lange Unterkunft, Fahrzeuge und Ausrüstung des Vereins noch finanziert werden können.“

Die Mitglieder haben ihren Vorstand zum Teil bestätigt und zum Teil mit neuen Personen besetzt. Wieder gewählt wurden Vorsitzender Norbert Danscheidt, seine beiden Stellvertreter Christiane Herbrand und Dr. Frank Mecklenbrauck sowie Schatzmeisterin Heike Ogan. Neu dabei sind die Beisitzer Mike Wilczewka, Jessica Lorenz und Rebekka Weyrauch. Komplettiert wird das Vorstandsteam durch Bereitschaftsleiter Harald Hain.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Ehrung langjähriger Mitglieder des Vereins. Susanne Jacoby, viele Jahre in der Bereitschaft aktiv und heute im Team Blutspende, wurde für 35 Jahre Mitgliedschaft, Ulrich Wolf, langjähriger Bereitschaftsleiter, für 45 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Spitzenreiter sind Manfred Danscheidt und Heinz Ellsel, die jeweils für 55 Jahre ausgezeichnet wurden. Beide gehören heute der Ehrenriege an.

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