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Erkrath: Die Helden des Alltags

Erkrath : Die Helden des Alltags

Gestern zeichnete die Initiative "für mich, für uns, für alle" drei ehrenamtliche Projekte mit dem Lokalen Bürgerpreis aus. Unter dem Motto "Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute" ging es vor allem um die Jugend.

Drei gläserne Pokale, Schecks versteckt in einem Umschlag und Urkunden warteten bereits in der zweiten Etage der Erkrather Sparkasse auf die Preisträger. Ein bisschen aufgeregt betraten die Kandidaten den Sitzungssaal, denn noch wussten sie nicht, wen die Jury auf den ersten Platz gewählt hat. Welcher Preis verliehen wird, war den Nominierten dafür umso klarer, denn sie engagieren sich zum Teil schon über mehrere Jahrzehnte für ehrenamtliche Projekte.

Als kleines Dankeschön überreichten gestern die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll und der Erkrather Filialdirektor der Kreissparkasse Düsseldorf, Wolfgang Soldin, den Lokalen Bürgerpreis. Bereits zum zehnten Mal zeichnet die Initiative "für mich, für uns, für alle" unter anderem Projekte aus Erkrath, Mettmann und Wülfrath aus. In diesem Jahr stand vor allem die Jugend im Mittelpunkt — "Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute" lautete das Motto.

Tipps für Jungunternehmer

"Alt hilft Jung NRW" ist eines dieser Projekte, das bereits seit 1987 besteht. Jürgen Kohns und Klaus Dielmann sind zwei der sogenannten Senior Coaches, die als ehemalige Führungskräfte Existenzgründern ehrenamtlich ihr Wissen zur Verfügung stellen. "Zwar kennen wir uns nicht mit Nageldesign oder dem perfekten Burgerbraten aus, aber wir können jungen Existenzgründern unternehmerische Tipps geben", sagt Dielmann.

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Die Idee wurde von der Jury auf den dritten Platz gewählt, das Preisgeld in Höhe von 200 Euro wollen die Senior Coaches an eine Organisation für Unfallopfer spenden. Platz zwei ging an die Jugendstiftung Erkrath. Sie fördert 17 ehemalige Schüler des Erkrather Gymnasiums mit Stipendien. "Jedes Jahr übernehmen wir die Studiengebühren oder Semesterbeiträge für drei angehende Studenten und begleiten sie finanziell durch die Regelstudienzeit", sagt Erhard Tönjes, zweiter Vorsitzender der Jugendstiftung.

Konflikte lösen

Sieger des lokalen Bürgerpreises waren Elisabeth Nordhaus und Rosl Frieß mit ihrem Projekt "Offene Ohren". Regelmäßig besuchen sie die Grundschule Neandertal und helfen, Konflikte zu lösen. "Inzwischen kommen die Kinder von sich aus zu uns und wollen über ihre Probleme und ihre Wut sprechen", erzählt Nordhaus. Obwohl alle Preisträger die Helden des Alltags sind, ist für sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit ganz normal. "Deshalb müssen wir oft auf Dritte hoffen, die Menschen für den Preis nominieren", wissen Noll und Soldin.

(esc)