Fußball : Obliers' Team lässt Punkte liegen

Bayers Fußballerinnen müssen weiter auf ihren ersten Sieg in dieser Bundesligaspielzeit warten. Auch beim Tabellenvierten SG Essen-Schönebeck (SGS) reichte es für das Team von Trainer Thomas Obliers nicht zum ersehnten Dreier. Damit sind die Leverkusenerinnen das einzige Team im Oberhaus, das noch keine Partie für sich entscheiden konnte. Allerdings war das torlose Remis vor über 800 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße im siebten Versuch bereits die vierte Punkteteilung – Ligahöchstwert.

Bayers Fußballerinnen müssen weiter auf ihren ersten Sieg in dieser Bundesligaspielzeit warten. Auch beim Tabellenvierten SG Essen-Schönebeck (SGS) reichte es für das Team von Trainer Thomas Obliers nicht zum ersehnten Dreier. Damit sind die Leverkusenerinnen das einzige Team im Oberhaus, das noch keine Partie für sich entscheiden konnte. Allerdings war das torlose Remis vor über 800 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße im siebten Versuch bereits die vierte Punkteteilung — Ligahöchstwert.

Natürlich ist ein Punkt beim Vierten des Klassements für gewöhnlich kein Grund, sich als Tabellenvorletzter zu grämen. Bayers Krux: Legt man die Leistungen und die Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten als Maßstab an, sind sieben Versuche ohne Sieg eigentlich indiskutabel. Dabei stimmt die Leistung der Mannschaft oft. Einziger Makel bleibt die katastrophale Chancenverwertung. Die setzte sich in Essen nahtlos fort. Spätestens nach dem Foulelfmeter, den Susanne Kasperczyk zehn Minuten vor dem Abpfiff ganz ordentlich schoss, um dennoch an der SGS-Keeperin zu scheitern, mussten sich die in Durchgang zwei überlegenen Gäste mächtig ärgern über das Unentschieden. "Wir haben heute hier zwei Punkte liegenlassen", betonte Obliers. Dabei hatte er durchaus nicht nur diese Szene im Kopf, sondern weitere gute Gelegenheiten, wie die so genannten "Hundertprozentigen" von Francesca Weber (in der ereignisarmen ersten Hälfte) und Eunice Beckmann, die kurz vor dem Ende die Kugel nicht im Tor unterbrachte.

Einfacher wird es für die Leverkusenerinnen erst einmal nicht. Sie müssen nun zum ambitionierten Dritten VfL Wolfsburg. Die Zielvorgabe des Trainers nach dem nächsten Remis bleibt identisch: Der erste Sieg soll her. Das ist allerdings mehr Hoffnung als knallharter Anspruch. Denn auch Obliers sieht sein Team als Außenseiter. "Aber warum soll uns da nicht mal eine Überraschung gelingen — zumal der VfL am Donnerstag erst mal noch in der Champions League spielen muss", fragt er.

Bayer 04: Klink — Bakir, Prießen, Ewers, Kasperczyk — Hendrich, Francesca Weber (72. Götte), Petzelberger — Linden (63. Beckmann), Schwab (46. Knaak), Kerschowski.

(kre)