Leichlingen: Ordnungsamt jagt Müllferkel: 35 Euro Bußgeld für Kaugummis

Leichlingen : Ordnungsamt jagt Müllferkel: 35 Euro Bußgeld für Kaugummis

Die Schonfrist ist vorbei: Müllferkel, die künftig im Stadtgebiet von Kontrolleuren des Ordnungsamtes erwischt werden, müssen ordentlich Bußgeld zahlen.

Mit dieser Müll-Offensive will die Verwaltung dafür sorgen, dass die Blütenstadt sauberer wird. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Beschwerden von verärgerten Bürgern über die zunehmende Vermüllung gerade im Innenstadtbereich gehäuft hatten.

Besondere Müllschwerpunkte, so hat das Ordnungsamt bereits ausgemacht, sind:

r Bereich Busbahnhof,

r Bahnhofsvorplatz,

r Wupperbegleitweg,

r Balker Wiese (Bereich Wupper- wiese/Jugendzentrum),

r Schulzentrum und

r Eicherhofpark.

"Unsere Kontrolleure werden gezielt und rigoros vorgehen", hieß es gestern in aller Deutlichkeit aus dem Rathaus. Wie Stadtsprecherin Ute Gerhards erläuterte, wird das Wegwerfen von Müll dann nicht mehr nur als kleines Delikt geahndet.

Man werde das ausschöpfen, was die entsprechende Gesetzesvorgabe vorgebe. Und in dieser "Ordnungsbehördlichen Verordnung für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Leichlingen" steht exakt, was Müll-Vergehen künftig kosten: 35 Euro sind gemäß § 6 d. VO (Verunreinigungsverbot) beispielsweise für "das Wegwerfen und Zurücklassen von Unrat, Lebensmittelresten, Papier, Glas und sonstigen Verpackungsmaterialien" zu zahlen.

Auch ist etwa das "Entsorgen" von Zigarettenkippen und Kaugummis mit 35 Euro genauso teuer wie das "Nicht-Entsorgen" von Hundehaufen.

Ab nächster Woche werden die Kontrolleure des Ordnungsamtes verstärkt die Augen nach Schmutzfinken aufhalten – auch abends und an Wochenenden. Sofort zahlen müssen ertappte Sünder zwar nicht, dafür aber ihre Personalien bei den Ordnungsamtsmitarbeitern bekanntgeben. Die Zahlungsaufforderung folgt.

Durch die öffentliche Ankündigung der schärferen Kontrollen verspricht sich die Verwaltung eine Signalwirkung für Schmutzfinken, die achtlos oder provokativ Bürgersteige und städtische Anlagen zumüllen.

(RP)