Krefeld: Neuer Internetauftritt soll Fachkräfte anlocken

Krefeld: Neuer Internetauftritt soll Fachkräfte anlocken

Mit einer neuen, stets aktualisierten Internetseite "Krefeld kann was!" sollen Fachkräfte nach Krefeld gelockt werden.

Die Wirtschaft brummt, und so mancher Bewerber um eine offene Stelle denkt: "Den neuen Job bekomme ich. Aber was hat Krefeld für mich zu bieten?" Currenta-Repräsentant Mario Bernard kennt das Problem: "Eine Fachkraft, die die Wahl hat zwischen Chempark und Henkel, wird sich eher für Düsseldorf entscheiden, weil das die fittere Stadt ist." Früher war die Wahl des Standortes eher ein weiches Kriterium. Heute zählen die Betriebe die Möglichkeiten eines Standortes zu den harten Faktoren. Eine Umfrage der Krefelder Wirtschaftsförderung bei 353 Krefelder Betrieben belegt: 85 Prozent der Unternehmen in Krefeld erhalten zu wenige Bewerbungen auf offene Stellen, und für 41 Prozent der Krefelder unternehmen spielt die Attraktivität des Standorts bei der Besetzung offener Stellen eine wichtige Rolle.

Norbert Staiger hat bei seiner Firma Canon die Erfahrung gemacht, dass mit der Planung neuer Investitionen an einem Standort die Frage mitschwingt, ob man an diesem Standort neue Mitarbeiter gewinnen und auch halten kann. Dies bestätigen auch die anderen Unternehmensvertreter, die sich der neuen Fachkräfte-Initiative für den Standort Krefeld angeschlossen haben. "Wir mussten auf die Umfrage eine kreative Antwort finden", sagt Eckart Preen, Chef der Wirtschaftsförderung. "Krefeld ist pur, bunt und vielseitig", präsentierte die Kreativ-Agentur "Montagmorgens", "es ist die goldene Mitte zwischen Groß- und Kleinstadt."

Die Kreativen von Montagmorgens müssen es wissen, ihre Agentur hat ihren Sitz in Krefeld. Zusammen mit der Krefelder Wirtschaftsförderung stellte die Agentur Partnerpakete zusammen, die einen Disclaimer für Stellenanzeigen zur Einbindung von Websites und Print, auf der neuen Online-Plattform die Firmendarstellung, ein exemplarisches Mitarbeiter-Portrait und Standort-Präsentationsmappen abgestuft nach Betriebsgröße enthalten. Diese dienen als Info-Grundlage für das Bewerbergespräch.

  • Krefeld : Von Krefeld erzählen

Der neue Internetauftritt www.krefeldkannwas.de nimmt die Bewerber mit auf eine Tour durch die Stadt und die umliegende Region. Ausführlich behandelt die gerade erst geöffnete Website mit persönlich gehaltenen Entdecker-Geschichten von Neu-Krefeldern die Felder Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Verkehrsanschluss, Bildung, Weltoffenheit und Kultur, Sport in einer Breite, die auch eingesessenen Krefelder einen neuen Blick auf ihre Stadt bieten können. Wer das Signet "Krefeld kann was! eingibt, wird Geradewegs zur Website geführt.

An den kommenden beiden Wochenenden werden die Montagmorgens-Mitarbeiter an frequentierten Punkten der Stadt mit einem auffällig gestalteten Wegweiser zu den beteiligten Firmen auf den neuen Krefeld-Guide aufmerksam machen und den Krefeldern ins gedächtnis rufen: Krefeld kann was!

(RP)