SEK-Einsatz in Krefeld: Vater hat gedroht, Kind aus Fenster zu werfen

SEK-Einsatz in Krefeld beendet: Vater drohte, Kind aus Fenster zu werfen

SEK-Einsatz in Krefeld bei Widerstand gegen Abschiebung

Offenbar aus Protest gegen eine bevorstehende Abschiebung soll ein Familienvater in Krefeld damit gedroht haben, sein Kind aus dem Fenster zu werfen. Außerdem war er mit einem Messer bewaffnet. Die Polizei nahm den Mann fest.

Offenbar ist niemand verletzt worden. Die ganze Familie soll abgeschoben werden, teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit.

Laut Andreas Pamp, Leiter des Fachbereichs Integration und Migration, liegen gegen die albanische Familie mehrere richterliche Beschlüsse für ihre Abschiebung vor. Die Familie sei mehrfach vergeblich dagegen vorgegangen. Die Kinder sind zwei, drei und fünf Jahre alt. Laut Pamp sollte die Familie am Mittwoch gegen 5.45 Uhr abgeschoben werden. Als sie sich geweigert habe zu packen, habe die Polizei das übernehmen wollen. Daraufhin habe der 30-jährige Vater zu einem Messer gegriffen und damit gedroht, eines seiner Kinder aus dem Fenster zu werfen. Laut Pamp habe die Mutter ihre Kinder vor sich gestellt, um sich selbst zu schützen. Dabei wirkte die Frau ebenfalls ein wenig aggressiv. Die Polizei habe sich daraufhin zurückgezogen und Verstärkung angefordert.

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Gegen 10.30 Uhr folgte der Zugriff und der Einsatz war beendet. Ob der Mann aufgegeben oder die Polizei die Wohnung gestürmt hatte, ist noch unklar. Laut Pamp habe der 30-Jährige eine feste Arbeitsstelle. Seine Chefin war ebenfalls vor Ort und habe mit dem Mann gesprochen.

Nach dem Vorfall soll die Situation der Familie erneut geprüft werden, da der Mann Mitarbeiter des Amtes mit einem Messer bedroht habe. Das Ziel bleibt aber die Abschiebung. Die Ausländerbehörde im Fachbereich Migration und Integration wird voraussichtlich Abschiebehaft für den Vater beantragen. Wie hinsichtlich der Mutter und der gemeinsamen Kinder aus ausländerrechtlicher Sicht weiter vorzugehen ist, wird derzeit zwischen Fachbereich Jugendhilfe und Fachbereich Migration und Integration abgestimmt. Die Kinder stehen nun vorerst unter der Obhut des Jugendamtes.

(skr, oli, ham, seeg)
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