Korschenbroich: Betreiber des Seniorenhauses verhängt sofortigen Baustopp

Korschenbroich: Betreiber des Seniorenhauses verhängt sofortigen Baustopp

Paukenschlag im Kreis-Seniorenzentrum an der Freiheitsstraße: Die Geschäftsführung der "Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH" reagiert mit einem sofortigen Baustopp auf die Beschwerden mehrerer Heimbewohner. Viele hatten innerhalb des Gebäudekomplexes umziehen müssen und sehen sich weiterhin Staub und Lärm durch umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gebäudebestand ausgesetzt. Nach unserer Berichterstattung machte sich Geschäftsführer Sigurd Rüsken gestern persönlich ein Bild von der Lage in dem Seniorenhaus. Sein Fazit nach der Begehung: "Die Vorwürfe der Bewohner sind berechtigt. Die bestehenden Mängel sind umgehend zu beheben." Die notwendige Sicherheit und die gebotene Wohnqualität würden sofort wieder hergestellt.

Damit nicht genug: Die geschäftsführende Leiterin des Seniorenhauses, Iris Baldus, teilt mit, dass die Arbeiten erst im Januar in deutlich verträglicherer Form und unter neuem Management fortgesetzt werden sollen. Weiter soll künftig täglich von Montag bis Freitag ein Bauleiter des beauftragten Generalplaners auf der Baustelle anwesend sein, um die Bauarbeiten zu koordinieren, und um zu kontrollieren, ob Auflagen eingehalten werden. Erste Personalgespräche sollen bereits angelaufen sein. Ziel der Verpflichtung des Bauleiters soll es sein, die Belästigung der Bewohner auf ein Minimum zu reduzieren. Als "Schnittstelle" zwischen den Bewohnern und deren Angehörigen sowie der Bauleitung werde nach Auskunft der "Rhein-Kreis Neuss Kliniken" künftig ein Mitarbeiter des Seniorenzentrums eingesetzt, der sich konkret um die Belange der Betroffenen kümmert. Er soll montags bis freitags als fester Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Für die Geschäftsführung der "Rhein-Kreis Neuss Kliniken", die zum 1. Januar die Trägerschaft des Heims vom Rhein-Kreis übernehmen, jedoch bereits in die Baumaßnahmen mit involviert sind, soll der für Bewohner verträglichere Umbau des in die Jahre gekommenen Heims "höchste Priorität" haben, wie es heißt. Um die vielen kleinen Missstände, die durch den Umzug der Bewohner innerhalb des Gebäudes sowie durch die Umbauarbeiten entstanden sind, soll sich ein neuer Hausmeister kümmern.

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Viele Bewohner büßen an Wohnqualität ein, weil ihre Zimmer unzureichend beleuchtet sind oder die Badezimmertüren fehlen. Mit den Verhältnissen in den Altbau-Zimmern hadernd, monieren Bewohner und Angehörige die teils drastischen Erhöhungen des Pflegegeldes, mit denen sie ab 2018 rechnen müssen. Die Renovierung des Gebäudebestands soll bis zum dritten Quartal 2018 abgeschlossen sein.

(cka)
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