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Köln: Abozahlen an der Oper steigen an

Köln : Abozahlen an der Oper steigen an

Die Schwerpunkte der Spielzeit 2018/19 liegen bei Jacques Offenbach und im 20. Jahrhundert. Los geht es im Herbst mit der Premiere von "Salome" von Richard Strauss, die zu den Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts zählt.

Zufrieden blickt die Intendantin der Kölner Oper, Birgit Meyer, auf die laufende Spielzeit. Mit der Premiere Alois Zimmermanns Oper "Die Soldaten" hat man in der Interimsspielstätte Staatenhaus ein echtes Meisterstück auf die im Saal 1 komplett umlaufende Bühne gebracht und viel Lob von Kritikern und Publikum gleichermaßen bekommen. Und das bei einem sehr schwer und aufwendig zu inszenierenden Stück. "Diese Inszenierung zeigt das künstlerische Vermögen der Oper hier im Staatenhaus. Wir sind am Puls der Zeit und zeigen, dass die Oper lebt", sagt Meyer. "Für das Orchester war das eine unglaubliche Erfahrung", ergänzt Generalmusikdirektor François-Xavier Roth.

Auch die Zahlen dieser Spielzeit sprechen für die Oper, die eine Gesamtauslastung bei den Zuschauern von knapp 90 Prozent für alle bislang gespielten Vorstellungen vorweisen kann. Die noch vorgesehenen Vorstellungen bei "Die Soldaten" sind komplett ausverkauft. Die Kinderoper kommt auf eine Auslastung von 97,6 Prozent. Erstmals gibt es nach Jahren des Rückgangs bei den Abonnements wieder steigende Zahlen zu vermelden. Hier gab es in der laufenden Spielzeit ein Plus von zehn Prozent.

Für die neue Spielzeit 2018/19 liegt ein Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert. So startet diese am 23. September mit der Premiere von Mauricio Kagels Oper "Mare Nostrum", die 1975 in Berlin uraufgeführt wurde und die mit besonderer Orchesterbesetzung in Köln präsentiert wird. Der 2008 verstorbene Kagel gilt als eine der beherrschenden und schillernd-genialen Persönlichkeiten des modernen Musiktheaters.

Weitere Premieren von Opern aus dem 20. Jahrhunderts gibt es zu "Peter Grimes" von Benjamin Britten am 25. November und zu "Street Scene" von Kurt Weill am 28. April 2019 als Ko-Produktion der Oper Köln mit den Opern in Madrid und Monte Carlo.

Ein zweiter Schwerpunkt ist der 200. Geburtstag des in Köln geborenen Komponisten Jacques Offenbach im Jahr 2019. So feiert am 9. Juni die Neuproduktion von "La Grand-Duchesse de Gérolstein" unter der musikalischen Leitung von François-Xavier Roth und mit der renommierten Mezzosopranistin Jennifer Larmore Premiere. Eine weitere Produktion zum Werk von Jacques Offenbach wird an dem nach ihm benannten Platz am Opernquartier ebenfalls im Juni uraufgeführt. Es wird unter dem Titel "Je suis Jacques" ein Streifzug durch dessen Operetten szenisch im Stile von "Dinner for One" inszeniert.

Zu den Premieren direkt zu Beginn der Spielzeit zählt "Salome" von Richard Strauss unter der musikalischen Leitung von Roth am 14. Oktober. Diese Oper zählt zu den Schlüsselwerken des frühen 20. Jahrhunderts. Als kostbare Rarität gibt es am 31. März 2019 die Kölner Erstaufführung des Mozart-Rivalen Antonio Salieri mit seiner Oper "La scuola de' gelosi". Dazu kommen die Premieren der Operette "Im weissen Rössl" am 9. Dezember, der Geschichte der "Comedian Harmonists" am 14. Dezember und der Oper "Rusalka" von Antonin Dvorák am 10. März 2019.

Wiederaufgenommen werden die Puccine-Opern "Turandot" und "Tosca" am 16. September und 30. Juni 2019 sowie "Fidelio" von Ludwig van Beethoven am 17. März 2019. In der Sparte Tanz gibt es am 1. November mit "Dark Matter" eine Premiere, bei der vier verschiedene Compagnien vier Stücke zeigen. Zu Gast sind die Académie Princess Grace Monte Carlo, das Ballett Mannheim, das Ballett am Rhein und das Ballett Luzern. Am 16. Januar kommt "Roméo et Juliette" mit dem Ballett du Grand Théâtre de Genève nach Köln. Die dritte Premiere gibt es mit "Kreatur"m 16. Juni 2019 im Staatenhaus.

Info Karten gibt es unter Telefon 0221/221-28400 und im Internet unter: www.oper.koeln

(RP)