Lokalsport: "Es fehlt an Routine und Abgeklärtheit"

Lokalsport: "Es fehlt an Routine und Abgeklärtheit"

Fußball-Kreisliga A: DJK Appeldorn steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trainer Dieter Oldenburg glaubt an Klassenerhalt.

Der letzte Sieg der DJK Grün-Weiß Appeldorn datiert vom 1. Oktober vergangenen Jahres. Mit 4:3 setzte sich die Mannschaft bei Concordia Goch durch. Doch seither erreichten die Mannschaft und Trainer Dieter Oldenburg in acht Spielen lediglich zweimal ein Unentschieden, die restlichen Partien wurden allesamt verloren. Mit nur neun Punkten auf dem Konto fielen die Appeldorner konsequenter Weise in der Tabelle immer weiter nach unten und belegen derzeit den 15. und damit vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand auf den sicheren Platz 12 beträgt bereits fünf Punkte.

Dennoch verfallen weder Mannschaft, Trainer noch Vorstand derzeit in Panik. Übungsleiter Dieter Oldenburg, in seinem ersten Jahr bei der DJK tätig, umschreibt die aktuelle Situation so. "Natürlich sind die aktuelle Punkteausbeute und der damit verbundene Tabellenplatz nicht schön. Und natürlich haben wir uns von der Hinrunde mehr versprochen als am Ende herausgesprungen ist. Dennoch ist die Mannschaft voll intakt. Das beweist alleine die Tatsache, dass sich die Spieler während der Pause zum Indoor-kicken getroffen haben, obwohl ich ihnen zu ein wenig Abstand geraten habe. Auch hat sich das Team ohne Trainer, Betreuer und Vorstand zusammengesetzt um die Hinrunde intern aufzuarbeiten und zu klären wie es weitergehen soll. Das zeigt doch klar, dass die Einstellung und der Wille vorhanden sind."

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Bei der Ursachenforschung für die karge Punkteausbeute tut sich Oldenburg schwer. "Ich weiß, es klingt angesichts des Tabellenstandes ein wenig verrückt. Aber so viele Dinge hat das Team eigentlich nicht falsch gemacht. Natürlich gab es Partien, bei denen auch die Höhe der Niederlage vollkommen in Ordnung war. Aber wir hatten auch Spiele, in denen wir mit dem Gegner auf Augenhöhe waren und am Ende durch individuelle Fehler die eigentlich verdienten Punkte verloren haben."

Ein weiterer Nachteil kann auch das Alter der Mannschaft sein. Nach dem TSV Weeze stellt die DJK mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren die zweit jüngste Mannschaft in der Kreisliga A. "Da fehlt es in manchen Situationen natürlich an der Routine und Abgeklärtheit", erklärt Oldenburg. Auch müssen einige Akteure erst noch den Sprung vom Jugend- in den Seniorenbereich verarbeiten. "Da tut sich der ein oder andere noch schwer mit. Aber die Jungs wollen sich weiterentwickeln und aus ihren Fehlern lernen. Das zeigen sie bei jeder Übungseinheit auf dem Platz. Und darauf wollen wir natürlich nach der Winterpause aufbauen." Schwarzmalerei gibt es für den Trainer in diesem Fall überhaupt nicht. "Natürlich erwarten wir nun nicht, dass wir in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen werden. Wir werden es mit der Eichhörnchen-Taktik, also Punkt für Punkt sammeln versuchen. Und ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden", blickt Oldenburg optimistisch auf die anstehenden Aufgaben für sich und sein Team.

(RP)