1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kranenburg.: (Maut-)Loser Lindwurm in Kranenburg

Kranenburg. : (Maut-)Loser Lindwurm in Kranenburg

Tausende bestens gelaunter Narren feierten bei strahlendem Sonnenschein den 30. Kranenburger Frühschoppenzug mit seinen vielen Superhelden, Weltmeistern und einer Spardose mit offenem Boden.

Jubel, Trubel und eine gehörige Portion an Heiterkeit, so ließ sich der 30. Frühschoppenzug überschreiben, der sich am gestrigen Tulpensonntag bei Kaiserwetter, Sonnenschein pur bei wolkenlosem Himmel unaufhaltsam seinen Weg durch die Grenzgemeinde Kranenburg bahnte. Und das völlig "Maut los", wie es sich die Verantwortlichen des Zugkomitees der Karnevalsgesellschaft Krunekroane gewünscht hatten. 57 Zugnummern bahnten sich den 3,5 Kilometer langen Zugweg durch die Menschenmasse.

Den "Feierwütigen" am Straßenrand auch nicht darum, dass der Zug möglichst schnell an ihnen vorbeizog. Im Gegenteil, sie wollten die farbenprächtigen Motivwagen und Fußgruppen einfach nur genießen, Kamelle, Blumensträuße sammeln und fröhlich sein. Fröhlich waren da zum Beispiel die Heidschnucken, die als Zwerge ebenso für gute Laune sorgten, wie die "Echten Fründe", die als Kranich-Piraten unterwegs waren. Eine Königin unter den Bienen präsentierten im närrischen Lindwurm "die Gecken vom Niederrhein", wobei die Mehrer noch einmal ihr Golddorf hochleben ließen.

 Bunte Wagen und mindestens ebenso bunte Gestalten gehören zum Umzug in der Gemeinde Kranenburg.
Bunte Wagen und mindestens ebenso bunte Gestalten gehören zum Umzug in der Gemeinde Kranenburg. Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Den Ärztemangel in Kranenburg nahm im Gegensatz dazu die Gruppe "Knatzgeck" auf das närrische Korn und die Jungs der Kranenburger Feuerwehr ließen noch einmal die WM Revue passieren. Und während das Zeltlager Kranenburg in 13 Tagen um die Welt reisen wollte, erinnerte die Jugendfeuerwehr an ihr Lager im fernen Bayern. "Party on Tour, wir lassen die Pferde tanzen", aus ihrem Hang zu feiern machte der RV Lohengrin in der Kranichgemeinde keinen Hehl.

Ebenso wenig, wie die Söhne aus Kranenburg, die eine "Spardose mit offenem Boden" präsentierten. Da passte zudem das Motto der Karnevalsfreunde St. Antonius ins Konzept, für die "Feiern (k)ein Hexenwerk" war. Vogelgrippe (Die Chicken), Heldenzeit (Mehrhühner), ebenso ein Thema beim bunten Frühschoppenzug, wie das "mobile Studentenheim" (Volle Eulen) oder "Sepp Blatter und seine Mafia" (Nötterse Jonges), wobei die "Satten Jecken 06" daran erinnerten, dass sie "Kinder der 90er" waren. Einfach unverbesserlich, die Wilde Horde aus Kleve in deren Nachbarschaft die Karnevalsfreunde Donsbrüggen den Prinzen aus ihren Reihen feierten. Für sie ließ "Thommy alle Bäume fällen", wobei die "Pinke Horde" dessen Funkenmariechen Samira hofieren.

 Am Straßenrand feierten die verkleideten Narren mit.
Am Straßenrand feierten die verkleideten Narren mit. Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Als "Bodenpersonal der Lüfthansa" schlenderten die Nütterdener Wehrleute und Friends durch Kranenburgs Straßen. Sie ließen es ebenso krachen, wie die Vereinigung der Liemers Niederrhein auf dem Wagen des Kranich-Ordensträger oder die Ex-Prinzen bzw. der Elferrat der Karnevalsgesellschaft Krunekroane. Und bevor Prinz "Thommy der Umwerfende" mit Funkenmariechen Samira den glanzvollen Schlusspunkt des närrischen Lindwurmes des Frühschoppenzuges bildete, bahnte sich noch die Teeny- und die Große Garde der Krunekroane seinen Weg durch die feiernde Narrenschar. Übrigens: Die Krunekroane sammelt eifrig am Zugweg um die Kosten für den närrischen Lindwurm halbwegs zu kompensieren.

(RP)