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Kranenburger SPD setzt sich für Betriebserweiterungen in der Gemeinde ein

Diskussion um Gewerbegebiet : SPD Kranenburg vermittelt Halle an Unternehmen

Die Sozialdemokraten in der Grenzgemeinde wollen sich verstärkt für Unternehmen einsetzen. Gegen die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets sind sie dennoch.

Die Kranenburger SPD wehrt sich gegen den Eindruck, man sei gegen die Expansion von Unternehmen in der Gemeinde. SPD-Ratsmitglied Thorsten Tönisen erklärte jetzt: „Es ist keinesfalls so, dass die SPD den Gewerbetreibenden eine Betriebserweiterung nicht ermöglichen möchte. Im Gegenteil, gerne machen wir uns stark für die Betriebe in der Gemeinde.“

Als ersten Erfolg nannte Tönisen, dass es ihm jetzt gelungen sei, einem alteingesessenen Kranenburger Betrieb eine Gewerbehalle zu vermitteln. 400 Quadratmeter (20 mal 20 Meter) ist der Bau groß. Wer hier einziehen will, wollte er nicht sagen. Zunächst müssten die Verträge unterschrieben werden, so der Sozialdemokrat.

Die SPD Kranenburg sei bemüht, im Zeichen des Klimawandels und der Erhaltung der Natur sorgfältiger und gezielter auf die Ressourcen innerhalb der Gemeinde zu achten, so Tönisen weiter. Die Sozialdemokraten lehnen es ab, ein neues Gewerbegebiet an der Römerstraße zu entwickeln (wir berichteten). Doch gehe es ihnen nicht allein um den Naturschutz. „Umweltschädliche Erschließungen, wie die von der CDU an der Römerstraße vorgesehen, lehnen wir ab. Auch weil diese Grundstücke zu einem Selbstkostenpreis von etwa 75 Euro pro Quadratmeter angeboten werden müssten. In unseren Nachbarkommunen sind vergleichbare Flächen für die Hälfte zu erwerben“, sagt Tönisen. Aus seiner Sicht müsste die Gemeinde hier Geld drauflegen, damit die Flächen zu marktüblichen Preisen verkauft werden können.

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Zuletzt hatte die Kranenburger Schreinerei van Wickeren über fehlende Expansionsmöglichkeiten in Kranenburg geklagt. 1811 in der Grenzgemeinde gegründet, will Inhaber Jochen van Wickeren seinen Betrieb vergrößern und hatte dafür bereits einige Stellen in der Gemeinde in Betracht gezogen. Unter anderem sorgten Naturschutzauflagen dafür, dass es an den Orten keine Zukunft für die Schreinerei gibt.