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Kevelaer: Wallfahrt: Mit den Maltesern zu Maria

Kevelaer : Wallfahrt: Mit den Maltesern zu Maria

Mit 30 Bussen kommen am Samstag 1000 Pilger aus dem Erzbistum Köln. Darunter befinden sich viele alte, kranke und behinderte Teilnehmer. Eine logistische Herausforderung für die Helfer.

Als vor einiger Zeit das Projekt "Spiritual Care" für Kevelaer vorgestellt wurde, klang immer wieder durch, wie wichtig es inzwischen ist, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass verstärkt Alte und Kranke an der Wallfahrt teilnehmen können. "Spiritual Care" verknüpft verschiedene medizinische und pflegerische Angebote der Stadt. Pastor Rolf Lohmann, Rektor der Wallfahrt, hatte betont, dass das Thema in den Fokus rücke. Denn viele Pilger kommen schon seit vielen Jahren nach Kevelaer. Ihnen ist es ein Herzensanliegen, zur Trösterin der Betrübten zu pilgern. Und diesen Wunsch gibt es eben auch im Alter und bei Krankheit.

Das können die Malteser bestätigen, die seit 1984 eine große Gruppe alter, kranker und behinderter Pilger nach Kevelaer aus der Erzdiözese Köln begleiten. "Es ist unser Anliegen, Menschen, die sonst kaum die Möglichkeit dazu haben, eine Wallfahrt nach Kevelaer und einen Tag mit anderen Gleichgesinnten zu ermöglichen", erläutert Daniela Egger, Sprecherin der Malteser aus Köln. Oft spiele auch der Wunsch, Trost in der eigenen schwierigen Situation zu finden, eine große Rolle.

Am morgigen Samstag kommt die große Gruppe aus dem Erzbistum wieder nach Kevelaer. Für die Malteser ist das auch eine logistische Herausforderung. Aus dem Raum Düsseldorf, Bonn, Köln, Solingen oder Bad Honnef werden 559 ältere und behinderte Menschen nach Kevelaer kommen, 79 von ihnen sitzen im Rollstuhl. Sie werden von 448 ausgebildeten Helfern der Malteser begleitet und persönlich betreut. Insgesamt reisen damit am Samstag mehr als 1 000 Menschen in rund 30 Bussen aus dem gesamten Erzbistum Köln in Kevelaer an.

Um das Programm zu stemmen, reist ein Teil der Malteser bereits heute an, um erste Vorbereitungen zu treffen und die Feldküche einzurichten. "Es ist beeindruckend, wie die Malteser diese große Wallfahrt organisieren", sagt Dr. Rainer Killich, Generalsekretär der Wallfahrt. Die Pilger-Gruppe aus dem Bistum Köln sei neben der Tamilen und der Motorradwallfahrt die größte.

Nach der Ankunft feiert der emeritierte Kölner Weihbischof Dr. Klaus Dick um 11.30 Uhr in der päpstlichen Basilika die Wallfahrtsmesse. Die große Gruppe nimmt anschließend gemeinsam das Mittagessen ein, für das die Feldküche der Malteser sorgt. Für die Helfer bedeutet die Betreuung so vieler Menschen eine besondere Herausforderung. Trotz der teilweise hohen Belastungen würden die Malteser die Kevelaer-Wallfahrt besonders schätzen, betont Albrecht Prinz von Croy, Diözesan- und Wallfahrtsleiter der Malteser. "Dieser aktive Dienst am Nächsten entspricht unserer Tradition wie kaum ein anderer", sagt er. "Bisher war es nach jeder Wallfahrt so, dass wir in fröhliche Gesichter schauen konnten, weil die Pilger den gemeinsamen Tag in Kevelaer sehr genossen haben", berichtet Daniela Egger.

(RP)