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Kaarst: Drei Bau-Konzepte fürs alte Schulareal

Kaarst : Drei Bau-Konzepte fürs alte Schulareal

Bebaut werden soll nicht nur das Grundstück des früheren Schulgebäudes an der Römerstraße. Auch die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke werden die Chance bekommen, zu bauen. Die Pläne werden jetzt offengelegt.

Nach dem Abriss des ehemaligen Grundschulgebäudes an der Römerstraße klafft in guter Ortsrandlage von Büttgen eine große Baulücke. Die soll so schnell wie möglich geschlossen werden. Im Planungsausschuss wurde jetzt einstimmig beschlossen, mit drei möglichen Planvarianten in die frühzeitige Bürgerbeteiligung zu gehen. Bebaut werden soll nicht nur das Grundstück des früheren Schulgebäudes: Auch die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke werden die Chance bekommen, zu bauen.

Foto: Hammer, Linda

Bei den drei Varianten gibt es viele Übereinstimmungen. So sollen die privaten Grundstücksbereiche Sebastianusstraße 6 und 8 und Luisenplatz 8 und 19 über private Zufahrten an das öffentliche Straßennetz angeschlossen werden. Geplant ist, die privaten Grundstücke Luisenstraße 25 bis 37 über eine öffentliche Verkehrsfläche so anzubinden, dass auf ihnen bauliche Verdichtungen möglich sind. Erhalten bleiben in jedem Fall die mächtige Roteiche und die Platane südlich des mittlerweile abgerissenen Schulgebäudes. Der Erhalt weiterer Bäume wird angestrebt.

Alle drei Varianten lassen sowohl bei den Ein-, wie auch bei den Mehrfamilienhäusern eine maximale Zweigeschossigkeit – bei letzteren zuzüglich Dachgeschoss – zu.

Variante eins beinhaltet die Erschließung über eine Stichstraße von der Römerstraße aus, während die beiden anderen Varianten eine Ringerschließung vorsehen. Die Varianten zwei und drei unterscheiden sich unter anderem wie folgt: Der Flächenanteil der Einfamilienhäuser beträgt bei Variante zwei rund 55 Prozent, bei der aufgelockerten Variante drei rund 69 Prozent. Die einzelnen Fraktionen gaben jetzt im Planungsausschuss erste Einschätzungen zu den erarbeiteten Plänen ab. "In allen Varianten gibt es Aspekte, die uns gut und solche, die uns weniger gut gefallen", gab Lars Christoph (CDU) zu verstehen.

Claudia Koeppe (Grüne) möchte, dass verstärkt Geschosswohnungsbau vorgesehen wird – sie regte eine Zusammenarbeit mit der Neusser Wohnungsbaugesellschaft an. Elke Beyer (SPD) würde die beiden Varianten mit Ringerschließung bevorzugen. An die Adresse der Grünen gerichtet, sagte sie: "Ich warne davor, sich auf einen bestimmten Bauträger festzulegen. Es gibt mehr als einen Investor, der sich dem sozialen Gedanken verpflichtet fühlt." Die Flächen sollten je zur Hälfte für Einfamilienhäuser und für Mietwohnungsbau genutzt werden.

Günther Kopp (FDP) favorisiert die Varianten zwei und drei. Alle Planungsausschussmitglieder versicherten, sie seien gespannt, wie die Varianten bei den Bürgern ankommen werden. Die Entscheidung ist offen.

(barni)