Ansichtssache: Wetterkapriolen, Fuchsjagd, Wohnungslose und Neujahrsempfang

Ansichtssache: Wetterkapriolen, Fuchsjagd, Wohnungslose und Neujahrsempfang

Das alte Jahr endete turbulent durch die lebhafte Diskussion um die Schullandschaft und die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Schultausch. Das neue Jahr begann wettertechnisch mit Kapriolen: Donner, Blitz, Sturm und Überschwemmung gab's auch in Hückeswagen.

Von wegen ruhiger Start ins neue Jahr - war es schon in der Neujahrsnacht reichlich nass und windig, so lehrte uns das Sturmtief "Burglind" am Mittwoch, wie heftig Wetterkapriolen auch in Hückeswagen zuschlagen können. Die Schloss-Stadt kam zwar noch glimpflich davon, trotzdem gab's Sachschäden, aber glücklicherweise keine Verletzten.

Mal wieder zum Thema könnte Tierschützerin Brita Günther aus Remscheid diese Woche die Fuchsjagd in Hückeswagen gemacht haben. Anfang des Jahres hatte sie bereits eine Online-Petition mit dem Namen "Stoppt das Fuchsmassaker in Hückeswagen und Wipperfürth" gestartet, weil eine Fuchsjagd von Hegering und Hegegemeinschaft bevorstand. Jetzt haben sich 27 Tierschutzorganisationen aus ganz Deutschland einer Erklärung des Aktionsbündnisses Fuchs, das Mitte Dezember gestartet ist, angeschlossen. Darin fordern sie die Abschaffung der Fuchsjagd, was der Hegering kritisiert und ablehnt. Sicher, es gibt Argumente auf beiden Seiten, die durchaus nachvollziehbar sind. Trotzdem sollte das Märchen der im Wald wild um sich schießenden Jäger endlich mal ad acta gelegt werden, schließlich geht es nicht darum, den Fuchs auszurotten, sondern lediglich seinen Bestand zu regulieren, was übrigens bei anderen Tieren in Wald und Flur auch regelmäßig gemacht wird - und gemeinhin für wenig Aufregung sorgt.

Wenig Aufmerksamkeit bekommen meist auch die Menschen, die keine Wohnung haben. Auch in Hückeswagen geraten immer mal wieder Menschen gerade im Winter durch verschiedene Faktoren in Wohnungsnot und benötigen Unterstützung bei der Wohnungs- und Existenzsicherung. Meist unbemerkt von Familie und Freunden brauchen diese Menschen dringend Hilfe, um auf der sozialen Leiter nicht noch weiter abzurutschen. Die Wohnhilfen Oberberg der Diakonie Michaelshoven leisten da ganz wichtige Arbeit - oft im Verborgenen, aber effektiv und nah dran am betroffenen Menschen.

Als großer Erfolg entpuppte sich die Weihnachtsverlosung der Werbegemeinschaft, die in diesem Jahr glücklicherweise auch schnell den Gewinner des Hauptgewinns - immerhin ein neues Auto - ausfindig machen konnte. So muss der Wagen nicht erneut im Sommer verlost werden, wie in den Vorjahren schon passiert, sondern rollt dieses Mal nach Hagen, wo er nicht verkauft werden soll, sondern sofort genutzt wird. Da hat das Glück ja mal wirklich die Richtigen getroffen.

Wenn Bürgermeister Dietmar Persian am morgigen Sonntag ab 11.30 Uhr zum Neujahrsempfang ins Heimatmuseum einlädt, dann sind alle Bürger willkommen, um sich auszutauschen, sich zu treffen und zu klönen. Ganz wichtig sind dem Chef der Verwaltung aber gerade die Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl in der Stadt einsetzen. Im Jahresinterview mit der Bergischen Morgenpost betonte Persian diese Woche, dass dieses großartige Engagement eine Stadt zusammenhält. Die Verbindung der Menschen untereinander sei ungemein wichtig für die Zukunft der Schloss-Stadt. Deshalb wünsche er sich diesen Einsatz auch für 2018.

(RP)