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Hückeswagen: Busverbindung nach Köln bleibt ungewiss

Hückeswagen : Busverbindung nach Köln bleibt ungewiss

Die Gespräche laufen, aber ob die Busverbindung in die Domstadt tatsächlich künftig verbessert wird, ist noch sehr fraglich. Im Bauausschuss am 13. November will der Bürgerbusverein eine abschließende Stellungnahme abgeben.

Es sieht nicht sehr gut aus. Die Gespräche zwischen den Bürgerbusvereinen aus Wermelskirchen und Hückeswagen laufen zwar noch, aber ob es künftig tatsächlich eine Bus-Direktverbindung von Hückeswagen nach Köln geben wird, ist fraglich. Das ist die Einschätzung von Winfried Boldt, Vorsitzender des Bürgerbusvereins der Schloss-Stadt.

"Zurzeit stimmen wir intern die Fahrpläne der OVAG mit den Bürgerbusplänen ab, bevor wir dann im November im Bauausschuss eine endgültige Stellungnahme abgeben werden", kündigt er an. Bis dahin wolle sich auch der Vorstand auch nochmals zusammensetzen, um das Thema zu diskutieren.

Im Bauausschuss im Juni hatte die OVAG bereits signalisiert, jede gewünschte Buslinie zu fahren — falls sich jemand findet, der das Defizit übernimmt. Das wäre im Zweifel wohl der Oberbergische Kreis, der aber schon jetzt hohe jährliche Rückstände ausgleichen muss und sich das Geld über die Kreisumlage von den Städten und Gemeinden zurückholt.

Deshalb steht auch schon jetzt fest, dass es keine neue Buslinie der OVAG geben wird, die von Hückeswagen über Scheideweg und Dreibäumen nach Wermelskirchen fährt, wo Fahrgäste dann in den Linienbus der RVK nach Köln umsteigen können. Denn schon heute fahren beide Bürgerbusvereine die Ortschaft Dreibäumen an der Stadtgrenze beider Kommunen an. Hier könnten verbesserte Anschlüsse dafür sorgen, dass die Hückeswagener bis Dreibäumen fahren, dort in den Wermelskirchener Bürgerbus umsteigen und dann von dort aus mit dem Linienbus in die Domstadt.

"Eine Lösung für eine regelmäßige und direkte Busverbindung muss sinnvoll sein und vor allem organisatorisch machbar", sagt Boldt.

Eine Möglichkeit für eine direkte Verbindung gibt es bereits heute: Mit dem OVAG-Schnellbus 336 von Hückeswagen nach Marienheide und dort in die Regionalbahn Richtung Köln. "Ist diese Verbindung tatsächlich schneller, macht es keinen Sinn, über eine Lösung mit den Bürgerbusvereinen zu sprechen", sagt Boldt. Dann könne man unmöglich den tatsächlich vorhandenen Bedarf rechtfertigen.

Eine Direktverbindung von Hückeswagen über Dabringhausen und Altenberg gab es bereits vor Jahrzehnten schon mal. Sie musste in den 1990er Jahren aufgegeben werden, weil zu wenige Fahrgäste dieses Angebot nutzten und das Defizit dementsprechend hoch war.

Der Bürgerbusverein Hückeswagen hat mittlerweile auch die Verwaltung eingeschaltet, um Details einer besseren Verbindung auszuloten. "Wenn man es macht, muss es eine vernünftige Lösung geben oder eben Gründe, warum eine Verbindung nicht zustande kommt", sagt Boldt. Gespräche mit Wermelskirchen seien die eine Seite, vielleicht aber auch eine separate Linie zweimal täglich von der Schloss-Stadt in die Nachbarstadt mit Anschluss an den RVK-Bus. Problem sei dann aber, dass die Hückeswagener auch wieder zurückkommen müssen. "Und unser Bus ist 40 Minuten nach Wermelskirchen unterwegs. Deshalb ist das schon eine ambitionierte und sehr knifflige Geschichte", sagt der Vorsitzende des Bürgerbusvereins. Auch die Spritfrage müsse in diesem Zusammenhang thematisiert werden.

(RP)