Hückeswagen: Brot gefüttert: Schwan verendet kläglich

Hückeswagen : Brot gefüttert: Schwan verendet kläglich

Der Anblick war herzzerreißend: Am Ufer der Vorsperre lag am Wochenende ein toter Schwan, der seit einigen Wochen seine frisch geschlüpften Küken behütet hatte. Im Hals steckte offenbar ein Stück Brot, an dem er qualvoll verendet sein muss.

Anwohner Günter Hochstein beobachtet die Schwanen-Familie seit Wochen und hat auch den Todeskampf des Schwans mitbekommen. "Er hat gewürgt, dann in Panik Gras von der Uferböschung gerissen und Wasser getrunken." Genutzt hat es ihm nichts. "Ich bin noch mit dem Rad zu den Leuten, die die Schwäne gefüttert haben, hingefahren und habe sie gebeten, das zu unterlassen", berichtete Hochstein gestern. Deren Antwort sei gewesen: "Wir füttern hier regelmäßig."

Hochstein bittet nun darum, auf das beliebte Füttern zu verzichten. "Und wenn's doch sein muss, dann bitte nur mit eingeweichtem Brot." Das Füttern von Enten und Schwänen (und auch das von Vögeln im Winter) hält Frank Herhaus für überflüssig. Der Leiter der Biologischen Station Oberberg sieht darin allerdings einen Lerneffekt für Kinder und einen sozialen Aspekt, etwa für ältere Menschen, die sich einsam fühlen. Herhaus rät denjenigen, die aufs Füttern nicht verzichten wollen, keine Massen und vor allem möglichst kleine Stückchen Brot ins Wasser zu werfen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE