Grevenbroich: Lösung für Bunker beim Kanalbau in Frimmersdorf gesucht

Bauarbeiten in Frimmersdorf ruhen : Kanalbau - Lösung für Bunker gesucht

Das Weltkriegsbauwerk liegt der neuen Transportleitung in Frimmersdorf im Weg.

Die Kanalbaustelle in der Frimmersdorfer Ortsdurchfahrt liegt nach wie vor still. In der vergangenen Woche waren Bauarbeiter kurz vor der großen Kreuzung Am Stüßges End/Am Rückertsgraben/Auf dem Leuchtenberg auf einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, der nicht in aktuellen Karten verzeichnet war. Seitdem ruhen die Arbeiten.

„Wir sind dabei zu klären, ob wir den Kanal an dem zwölf mal sechs Meter großen Bunker vorbei legen können. Wahrscheinlich wird dies aber nicht der Fall sein, da rechts und links viele Versorgungsleitungen liegen“, erläutert Torsten Küpper, Abteilungsleiter bei der Gesellschaft für Wirtschaftsdienste (GWD). „Wir müssen dann den Kanal durch den Bunker verlegen, der dafür ganz oder teilweise abgerissen werden muss.“

Am Dienstag stand ein Ortstermin mit einer Spezialfirma an, um zu prüfen, wie der Bunker mit immerhin circa 1,30 Meter dicken Betonwänden abgerissen werden kann. Fällt die Entscheidung für diese Lösung, „hoffen wir, dass das Unternehmen, das den Bunker abreißt, kurzfristig Kapazitäten frei hat“, sagt Küpper. „Wir möchten eine schnelle Lösung.“ Schließlich ist die zentrale Straßenkreuzung im Ort gesperrt, Bewohner und Besucher müssen wegen der Sperrung Umleitungen fahren. Ursprünglich wollte die GWD vier bis fünf Wochen nach Baubeginn am 6. Januar die Arbeiten im Kreuzungsbereich beenden. „Dies wird nun etwas länger dauern“, sagt Küpper. Der Bunker-Eingang wurde abgedeckt, damit niemand unbefugt hinein kann.

Während der Bauarbeiten hatte es Beschwerden von Bürgern gegeben. Die Zufahrten von der Tiefschley und parallelen Straßen in die Straße Auf den Leuchtenberg seien gesperrt, obwohl dort noch gar nicht gebaut wird. Wie Stadtsprecher Stephan Renner erklärte, hat die Verwaltung dort Absperrungen beseitigt, so dass die Zufahrt möglich ist.