Kinder des i-Pünktchen-Kindergartens haben ein neues Zuhause

Pfalzdorf : I-Pünktchen-Kinder haben neues Haus

Der Neubau des Pfalzdorfer Kindergartens an der Motzfeldstraße ist inzwischen fertiggestellt. Zu Beginn des neuen KiGa-Jahres beherbergt er nunmehr 72 Kinder in vier Gruppen. Am Dienstag geht es los.

Betritt man die neuen Räume des Pfalzdorfer Kindergartens I-Pünktchen an der Motzfeldstraße 37, fällt eines sofort auf: das Licht. Die Sonne flutet die Gruppenräume durch große Panoramafenster, gleichzeitig kann man durch viele Glastüren und mehrere transparente Wände sowohl in die anderen Gruppen als auch zum neuen Außengelände schauen. „So viel natürliches Licht ist für uns wirklich fantastisch, es entsteht ein ganz neues Klima“, schwärmt Leiterin Ursula Wouters. Der Umzug in die 750 Quadratmeter großen neuen Räumlichkeiten ist mit Einsatz aller Mitarbeiter und vieler Eltern nun geschafft. Am 27. August geht es los, das Kindergartenjahr beginnt, und 72 Kinder werden das neue Gebäude mit Leben füllen.

Weit ist der Weg nicht, denn gebaut wurde gleich hinter dem alten Bürgermeisteramt von Pfalzdorf, einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1898, in dem die Elterninitiative I-Pünktchen seit 1988 ihr zu Hause hatte. Kaum zwölf Monate hat nun der Neubau gedauert, zuvor mussten allerdings einige Verwaltungs-Hürden genommen werden. Am Anfang stand der erhöhte Bedarf an Kindergartenplätzen in Goch. Zur Diskussion stand für den I-Pünktchen-Neubau auch ein Grundstück an der Deekenstraße. Dann fand sich ein privater Investor für das Areal hinter dem Altbau an der Motzfeldstraße, der den Bau schließlich verwirklicht hat. „Das ist ganz wichtig auch für Pfalzdorf. Sehr schnell waren alle 72 Plätze besetzt, viele Pfalzdorfer sind darunter“, sagt Michaela Grix, die Vorsitzende der Elterninitiative. Bisher hatte der Kindergarten 32 Plätze. Jetzt gibt es eine U-3-Gruppe, eine gemischte Gruppe für 2- bis 6jährige und zwei Gruppen für 3- bis 6jährige. Für Planung und Entwurf war das Kevelaerer Architekturbüro Verhoeven zuständig. „Wir hatten viel Mitspracherecht bei der Planung des Raumkonzepts, unsere Wünsche wurden stets berücksichtigt“, berichtet Leiterin Wouters. Die Planer aus Kevelaer sind erfahren im Bau von Kindergärten. „Wir haben schon rund 30 Kindergärten entworfen, die Panoramafenster zum Beispiel sind so etwas wie unser Markenzeichen“, sagt Architekt Gordon Hollerbuhl.

Die Kinder haben das Voranschreiten der Bauarbeiten miterlebt. Ein Bautagebuch auf der Homepage vom I-Pünktchen dokumentiert die gesamte Bauphase. „Wir haben auch mit den Kindern Plätzchen für die Bauarbeiter gebacken“, erzählt Ursula Wouters. Wenn auch der größte Teil der Kosten durch den Investor, der das Gebäude nun an die Elterninitiative vermietet, getragen wurde, kamen weitere Kosten für die neue Einrichtung hinzu. Jeder Gruppenraum hat eine kleine Küchenzeile, außerdem gibt es eine große Küche mit zwei Backöfen, Spülmaschine und Mikrowelle. „Wir als Elterninitiative mussten auch einen Teil  der Kosten übernehmen. Und wir bekamen Zuschüsse von der Stadt und vom Landesjugendamt sowie viele Spenden“, erläutert Michaela Grix. Die Küche wird übrigens nicht für die Zubereitung des täglichen Mittagessens für die Kinder benötigt. Das kocht schon seit Jahren Hauswirtschafterin Vera Kersten aus Kalkar jeden Tag frisch, und die Eltern übernehmen den Transport. Neu im Innern des Kindergartens ist auch ein Kommunikationszentrum im Eingangsbereich. „Hier können Eltern sich austauschen, auch bei einem Kaffee“, sagt Grix. Gleich gegenüber ist eine geräumige erhöhte Nische mit vielen Funktionen: Spielen, Theateraufführungen, Toben, Verstecken.

Im i-Pünktchen: Gruppenbild der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kindergartens. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Auch das Außengelände ist nagelneu: ein riesiger Trecker aus Holz lädt zum Klettern ein, ein Pfahlhäuschen-Dorf sollte bald „bewohnt“ werden, und die Bobby-Car-Rennbahn wird sicher auch nicht still stehen. Aus Buchenhecken-Pflanzen wurde ein Labyrinth angelegt, das bereits sehr gut wächst. Eine Matschanlage und Schaukeln ergänzen das Angebot. Mehr Kinder erfordern auch mehr Erzieher. „Wir haben acht neue Mitarbeiter eingestellt, darunter auch drei männliche Erzieher“, berichtet Grix. Insgesamt 15 Mitarbeiter zählt die Elterninitiative.

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