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Goch will in diesem Jahr einen Pumptrack für Biker und Skater bauen.

Kinder und Jugend in Goch : Ein Pumptrack für Biker und Skater

Im Jugendhilfeausschuss der Stadt Goch wurden Investitionen für Kinder und Jugendliche vorgestellt. So soll Geld in den geplanten Pumptrack fließen. Außerdem ging‘s um die Trägerschaft für eine neue Kita.

Laut Definition ist ein Pumptrack ein „asphaltierter Rundkurs mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen“, auf dem man mit verschiedenen Fahrzeugen herumfahren kann. Gerade letzteres habe die Stadt bewogen, einen solchen zu planen, anstelle einer Skateranlage, die sich die Besucher des Jugendheims Astra seit Jahren wünschen. Wolfgang Jansen als Leiter der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Goch stellte die Planung im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan für den Produktbereich Kinder, Jugend, Familie jetzt im Jugendhilfeausschuss vor. Das Thema war, weil es auch in die Landschaftsplanung gehört, schon in einem anderen Ausschuss angesprochen worden, weder dort noch jetzt gab es aus der Politik Nachfragen.

Dabei ist durchaus noch nicht alles geklärt, zum Beispiel die wichtige Frage, wo die Anlage gebaut werden soll, denn es ist natürlich mit einiger Geräuschentwicklung zu rechnen. Wo die Wohnbebauung zu nah ist, sind Beschwerden absehbar, andererseits möchten vor allem Eltern jüngerer Kinder sicher keine Spiel-Zone, die weit ab vom Schuss ist. Bisher ist von Kosten in Höhe von gut 200.000 Euro die Rede, vermutlich ist dies die Berechnung für eine Realisierung auf städtischer Fläche, so dass kein Grundstück angekauft werden muss. Es wird mit einer Förderung gerechnet. Welcher Platz auch immer ausgesucht wird: In jedem Fall werde die asphaltierte Fahrschicht auf einer künstlich erhöhten Fläche angelegt. BMX-Fahrer, Mountainbiker, Skater, Inlineskater und Scooter können sich dort tummeln, müssen sich aber auch „vertragen“ und sollten Helm und idealerweise auch Protektoren tragen, mahnen Fachleute. Auf manchen Anlagen finden auch Kurse oder Workshops statt, um Anfänger mit dem Thema vertraut zu machen.

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Das zweite wichtige Thema im Ausschuss war eines, dessen Ausgang vor einigen Wochen gar nicht klar schien, das jetzt aber doch harmonisch, wenn auch nicht einstimmig, über die politische Bühne ging. Ein neu zu bauender Kindergarten braucht einen Träger, zwei Institutionen hatten ihr Interesse angemeldet. Zum einen die katholische Kirchengemeinde St. Arnold Janssen, zum anderen die Lebenshilfe mit ihrem inklusiven Konzept. Im letzten Jugendhilfeausschuss hatten Vertreter beider Bewerber ihr Konzept vorgetragen, das der Lebenshilfe hatte die CDU-Fraktion spontan stärker angesprochen, da die vortragenden Frauen sehr gut vorbereitet waren und zahlreiche Argumente lieferten. Die Mehrheit hatte damals jedoch angeregt, die Verwaltung möge mit beiden Trägern noch intensive Gespräche führen. Das ist offenbar geschehen und wurde der Politik vorgetragen. Mit 8:4 Stimmen gab es nun die Zustimmung zum Angebot der katholischen Kirche.

Das allerdings nicht (nur) wegen des Konzepts, sondern auch, weil die Lebenshilfe etwas unter Tarif bezahlt, was SPD und Grüne beanstandeten. Der Vertreter der FDP meinte zudem, in dem „standardisierten Konzept“, das die Lebenshilfe vorgestellt habe, würden Probleme beschrieben, „die wir in Goch eventuell gar nicht haben“. Und dann ist da noch der Umstand, dass das Bistum einen größeren Kostenanteil als andere Träger übernimmt, was es für die Stadt günstiger macht. Ob ein Investor baut oder der Träger selbst und wo genau die Kita gebaut werden soll (“Richtung Pfalzdorf“, hatte es mal geheißen), das wird noch geprüft.