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Traditionsreiche Gaststätte Stoffelen in Kessel hat neuen Pächter

Gastronomie in Kessel : Aus Stoffelen wird jetzt „Rhodos“

In den Räumen des traditionsreichen Lokals „Stoffelen“ eröffnet ein neues Restaurant. Wir haben mit den Betreibern über ihre Pläne gesprochen.

Ein großer Saal  für Feiern, eine Kegelbahn und ein geräumiger Wintergarten als Ergänzung des Gastraums: Das war das Gasthaus Stoffelen, das wie die übrigen Restaurants in der Nachbarschaft in den vergangenen Jahren den Betrieb aufgegeben hat. Die Kesseler Bürger bedauern es sehr, dass die gastronomischen Möglichkeiten zuletzt so eingeschränkt waren. Zwar gibt es noch Lokalitäten, die Gesellschaften bewirten, und in der Spargelsaison und zu besonderen Gelegenheiten deckt auch der Spargelhof Ophey den Tisch. Aber eine Gaststätte für jeden Tag fehlt  – was sich ab heute, 28. Januar, ändert. Denn  das frühere Gasthaus Stoffelen wird zum Restaurant „Rhodos“.

Wirtin Selda Kohlheim hat seit geraumer Weile den Wunsch, ein größeres Restaurant zu betreiben. „Die Brauerei hat uns dann drei empfohlen, das in Kessel hat uns am besten gefallen. Wir haben einen sehr netten Vermieter, die Lage ist gut und wir haben viel Platz.“ Kohlheim betreibt in Kleve das vegetarische Lokal Pesami und hat schon in verschiedenen Orten griechische Küche angeboten. In Kessel wird es beides geben: Gyros, Lamm, Schweinefilet und was man sonst erwartet, aber auch Fleischloses für Vegetarier und Veganer. „Das war meine Bedingung an das Projekt“, sagt sie. Um die vegetarischen Gerichte kümmert sie sich selbst, alles übrige bewältigen zwei Köche und zwei weitere Angestellte in der Küche und vier Leute im Service.

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Zwei Jahre hatte das Lokal, das schon einmal verpachtet war, zuletzt leer gestanden, es wieder in Schwung zu bringen hat einige Arbeit gemacht. „Für den Saal brauchen wir noch ein wenig Zeit, aber die Kegelbahn ist an den Wochenenden schon wieder komplett vermietet, und das Restaurant ist renoviert und begrüßt nun täglich die Gäste.“ Vorerst gibt es keinen Ruhetag, später werde man sehen. Geöffnet ist in der Woche von 17 bis 23 Uhr, am Wochenende von 12 bis 23 Uhr; die Küche schließt jeweils eine Stunde früher.

Kendal Shaheen, der zuletzt in Hüthum gearbeitet hat und kurdischer Herkunft ist, ist der Chefkoch, Kollege Marfus Saleki ist Grieche. „Wir sprechen Griechisch, Kurdisch, Arabisch durcheinander“, erzählt Selda Kohlheim, die Verwandtschaft in verschiedenen Kulturen hat. Das funktioniere wunderbar und dürfe sich gerne auch in der Karte ausdrücken. Keine Frage, dass es während der Saison auch Spargelspezialitäten geben wird. Aber eben auch Steaks, Suppen, Salat und Gemüse.

Bernd Thönnesen vom Heimatverein Kessel ist „heilfroh“, dass es nun wieder ein Restaurant im Dorf gibt und hofft auf viele Gäste. „Die Vereine werden es bestimmt unterstützen, und  so nahe an der Grenze ist sicher auch mit Kundschaft aus den Niederlanden zu rechnen.“