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Das Klever St.-Antonius-Hospital führt ein digitales Patientensytem ein

Krankenhaus in Kleve : Intensivstation kommt künftig fast ohne Papier aus

Das St.-Antonius-Hospital führt ein neues Patientendatenmanagementsystem ein. Es vereinfacht die Arbeitsabläufe auf der Intensivstation und bündelt Pflege, ärztliche Behandlung und Labordiagnostik.

Die Intensivstation des St.-Antonius-Hospitals arbeitet nun fast vollständig digital: Ein neues Patientendaten-Managementsystem ermöglicht seit Dezember eine lückenlose Dokumentation aller am Patientenbett erhobenen Messwerte. Das neue EDV-System bündelt außerdem ärztliche und pflegerische Anordnungen sowie Befunde von Labor- bis Röntgendiagnostik. Die Behandlung der schwerkranken Patienten soll damit noch effektiver werden. „Die papierlose Dokumentation der unzähligen Patienten- und Gerätedaten hebt unsere Arbeit auf ein neues Niveau“, sagt Tim Wieggers, Bereichsleiter der Intensiv- und „Intermediate-Care“-Station im St.-Antonius-Hospital.

Die Zeiten, in denen Akten, Zettel und elektronisch erfasste Informationen umständlich zusammengefasst werden mussten, sind damit auf der Klever Intensivstation endgültig vorbei: Übertragungsfehler werden vermieden, der Arbeitsaufwand bei der Dokumentation wird reduziert. „Wir erhöhen die Patientensicherheit“, sagt Ronald Jelinski, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme im St.-Antonius-Hospital zusammen.

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Ein Beispiel von vielen: Das Medikationsmodul des neuen Systems kann die Auswahl und Anordnung von geeigneten Präparaten für ausgewählte Standardbehandlungen unterstützen. Dabei wird das System laufend entwickelt. So ist bereits ein weiteres „Modul“ geplant, das zur weiteren Erhöhung der Sicherheit die möglichen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten anzeigt.

Die Einführung komplexer EDV-Systeme braucht viel Engagement, Zeit und Geld. Im St.-Antonius-Hospital hat eine kleine Projektgruppe über ein Jahr lang vorbereitet, gesteuert, koordiniert und geschult. Ärztlicher Dienst, Pflegedienst, Technik, Medizintechnik, EDV – zahllose Schnittstellen mussten eingerichtet, mehr als 150 Mitarbeiter für die Arbeit mit dem neuen System fit gemacht werden. Die Kosten für das neue Patientendatenmanagementsystem (PDMS) der Klever Intensivstation betragen knapp eine halbe Million Euro. „Das ist auch eine Investition in die Zukunft“, betont Philipp Kehmeier, Regionaldirektor des St.-Antonius-Hospitals. Denn Kehmeier weiß: „Digitalisierung ist für Krankenhäuser eins der wichtigsten Themen. Dabei aber kein Selbstzweck: Sie hilft uns, die Versorgung zu verbessern und die Mitarbeiter zu unterstützen.“

(RP)