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Kreis Kleve: Ärger um Neueinstellung von Klimaschutzmanagern

Personalmangel : Ärger um Neueinstellung von Klimaschutzmanagern

Viele Städte und Gemeinden kämpfen derzeit mit einem ähnlichen Problem: Alle wollen Klimaschutzmanager einstellen, der Markt ist aber praktisch leer gefegt. Auch beim Kreis Kleve ist die Situation kaum anders.

Zwei Stellen sollten mit entsprechendem Sachverstand besetzt werden. Nach Monaten ist die Bilanz aber eher ernüchternd, wie im Ausschuss für Klima, Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz nach Rückfrage von Stefan Welberts (SPD) deutlich wurde.

Eine halbe Stelle soll ab Mai mit einer externen Bewerbung besetzt sein. Bei der zweiten halbe Stelle denkt man darüber nach, diese hausintern zu besetzen. Für die Besetzung der weiteren Stelle man wohl erneut in ein Ausschreibungsverfahren gehen. „Vor dem Hintergrund der politischen Relevanz sind wir nicht nur unglücklich, sondern ungehalten über die Entwicklung“, sagte Volkhard Wille von den Grünen. Er forderte, dass „einen Gang hochgeschaltet“ werde. „Es ist nicht befriedigend, dass dies ein Jahr nach den Diskussionen der Stand ist.“

Sie verstehe die Unzufriedenheit, sagte Landrätin Silke Gorißen. „Ich verspreche Ihnen, das sind wir auch.“ Zwei Ausschreibungsverfahren habe man hinter sich, das zweite bereits angepasst. „Fakt ist, dass die Bewerberlage so ist. Wir wollen auch nicht irgendjemanden nehmen, von dem wir nicht überzeugt sind. Wichtig ist, dass Themen fachlich gut und zügig bearbeitet werden.“ In der Vergangenheit sei auch Pech dabei gewesen, sagte Peter Aengenheister aus der Kreisverwaltung, der daran erinnerte, dass ein sicher geglaubter Kandidat kurzfristig abgesprungen sei. An der Bezahlung könne die Zurückhaltung eigentlich nicht liegen. Die sei „durchaus angemessen“.