Gaesdonck pilgert nach Kevelaer

Spirituell unterwegs : Gaesdonck-Generalprobe für Rom: Fußwallfahrt nach Kevelaer

Drei Monate bevor sie per Sonderzug zur Rom-Wallfahrt aufbrechen, stand für die Gaesdoncker Schüler die jährliche Fußwallfahrt nach Kevelaer an.

Dieser Ablauf ist seit vielen Jahren eingeübt. Zum Schuljahresende nach Kevelaer zur Muttergottes zu pilgern hat am bischöflichen Gymnasium Gaesdonck eine lange Tradition. Die Schüler empfinden diesen Bestandteil ihres Schullebens als passenden Abschluss des Schuljahres und natürlich auch als willkommenen Start in die Ferien. Diesmal war der besondere Wandertag zudem quasi eine Generalprobe für das Großereignis, das in der letzten Woche vor den Herbstferien ansteht: die Rom-Wallfahrt, an der 800 Schüler, Lehrer, Erzieher und weitere Mitarbeiter der Schule teilnehmen werden.

Spiritual Cornelius Happel schickte die Schüler auch in diesem Jahr wieder nach einem kurzen religiösen Impuls auf die Strecke. Ausgestattet mit festen Schuhen und Rucksäcken, die Getränke und Butterbrote enthielten, machten sie sich auf den Weg. Die Jüngeren liefen eine vergleichsweise kurze Strecke von etwa zwölf Kilometern, auf die Älteren wartete ein Umweg durch die Hülmer Heide. Hier und da sprachen Schüler an Besinnungsstationen ein paar wohlüberlegte Worte. Alle trafen sich auf einem Hof in Kevelaer-Keylaer zum gemeinsamen Mittagsimbiss.

Das letzte Stückchen Weg bis zur Gnadenkapelle und zur Basilika, in der stets der Pilgergottesdienst stattfindet, wird immer in geordneter Formation angetreten. Diakon Jochen van Loon schreitet mit den Gaesdoncker Messdienern und Fahnenträgern voraus, der Spiritual trägt die Kerze, alle anderen Schüler schließen sich an. „Wir haben auch das Rom-Banner mit uns geführt und Lieder gesungen und Gebete gesprochen, die uns auch nach Rom begleiten werden“, erzählt Happel. Einige Fünftklässler, die ihre Hoffnungen und Sorgen am Morgen in Form von Fürbitten verlasen, vergruben die Zettelchen später im Garten des Kevelaerer Priesterhauses in der Hoffnung, dass sich die Gottesmutter und Schützerin der Betrübten, „Consolatrix Afflictorum“, dieser Dinge annimmt.

„Es war eine gelungene Wallfahrt bei bestem Wetter“, befand der Gaesdoncker Geistliche. Er freue sich schon darauf, demnächst in Santa Maria Maggiore und anderen Kirchen der Ewigen Stadt weitere spirituelle Erfahrungen mit den Schülern und Kollegen zu teilen.