1. NRW
  2. Städte
  3. Goch

Gochs Stadtparkverein organisierte Unplugged-Konzerte

Festival : Live-Musik „unplugged“ im Stadtpark

Zum zweiten Musik-Event der Saison hatte der Stadtpark-Verein elf Bands eingeladen. „Querbeat rhythm & brass“ aus Kleve traten dabei mit 16 Musikern als Headliner auf.

Wer am Samstagnachmittag die Brückenstraße in Goch entlang ging, konnte die Gitarrenklänge schon hören, die bereits zahlreiche Besucher in den Stadtpark gelockt hatten. Insgesamt elf Bands ließen vom frühen Nachmittag bis zum späten Abend den Park im Herzen der Weberstadt klingen und verwandelten die Wiese vor der alten Konzertmuschel in ein kleines Musik-Festival. „Familiär ist unser Ziel“, sagte Alexandra Reffeling, 2. Vorsitzende des Gocher-Stadtpark-Vereins, der die Veranstaltung organisiert hatte. So sah man Jung und Alt auf Decken oder Bänken, viele am Rand stehend, zunächst noch zögernd. „Manchmal ist es schwer, den Gocher hinterm Ofen hervor zu locken“, sagte Willi Weber, im Verein zuständig für Ton- und Veranstaltungstechnik.

Berühmte Stücke aber, die nie altern, ziehen immer, und so versammelten sich immer mehr Zuhörer um die große und die kleine Bühne, als Roman Pankrath, Bandleader von „Querbeat“, „Smoke on the Water“ in einer ganz eigenen Version auf der Akustik-Gitarre und als Solist präsentierte.

  • Goch : Verein plant viel Musik im Stadtpark
  • Goch : "Rock & Pop" zum dritten Mal am Samstag im Gocher Stadtpark
  • Top Act des Abends war die
    Goch : Rockige Klänge im Gocher Stadtpark

Anders als beim Rock & Pop Event im letzten Monat, spielten die Gruppen abwechselnd auf zwei Bühnen. „Stadtpark unplugged“ hieß es diesmal, authentisch und unverstellt trugen die sehr unterschiedlichen Musiker ihre Songs vor. „Ich lebe seit 13 Jahren in Goch und wusste nichts über den Stadtpark“, sagte Koos van Rayi. Dann sei er im letzten Jahr bei einer Musikveranstaltung des Vereins zu Gast gewesen. Jetzt war er selbst Akteur, spielte viele berühmte Hits von Sting, Ed Sheeran, Milow und auch von Johnny Cash. „Das Publikum hier ist relaxed, die Stimmung ist gut“, beschrieb er die Atmosphäre.

Nur mit Gitarre, Mundharmonika und der eigenen Stimme ließ auch Udo Harnisch aus Goch Erinnerungen lebendig werden, zum Beispiel mit „Heart of Gold“, dem unvergessenen Song des Kanadiers Neil Young. Deutsche Texte auch zu kritischen Politik-Themen hatte das Duo „Georgie-Kollektiv“ in seinem Set. Während die Stadtpark-Bäume immer längere Schatten spendeten, wuchs die Zahl der Gäste. Gut besucht war der Getränke-Stand, die mobile Eisdiele vom Eiscafe Romano aus Pfalzdorf und der Foodtruck „Schweinchen“ der Metzgerei Thünnesen.

Top Act des Abends war „Querbeat Rhythm & brass“ aus Kleve. Mit „Let me entertain you“ gingen die 16 Musiker gleich von Null auf Hundert und hatten die komplette Aufmerksamkeit aller Gäste. „Dieser Titel ist schon Programm“, hatte Frontsänger Jeroen Blok kurz vor dem Auftritt gesagt. Er hatte nicht zu viel versprochen und zog alle Register, um die Zuhörer zu begeistern. Es folgten zahlreiche Cover-Songs aus Rock, Pop, Funk und Soul – wie der Name der Band verrät: quer durch alle Stile und Zeiten. Mit dabei ist ein starkes Bläser-Ensemble und mehrere Background-Sängerinnen. Bald wurde im Publikum mitgeklatscht und getanzt.

Der Eintritt zum Musik-Event war wiederum frei, was durch finanzielle Unterstützung mehrerer Sponsoren möglich war. Willi Weber sagte: „Auch die Bands haben sich bereit erklärt, ohne Gage aufzutreten. Die Besucher können für die Künstler in aufgestellten Boxen spenden. Wir als Verein freuen uns über mehr Unterstützer und Mitglieder.“ Das betonte auch der Vorsitzende Thomas Claaßen. Der Verein wurde 2015 gegründet, um den Gocher Stadtpark zu beleben, für die Einwohner wieder attraktiv zu machen und die Menschen zusammen zu bringen. Derzeit gibt es knapp über 40 Mitglieder, die durch ihren Beitrag mit dafür sorgen, dass Gäste die Rock-Events von „O. bis O.“, das heißt von Ostern bis Oktober, ohne Eintrittskarte besuchen können.