Fußball: TSV Wa.-Wa. bejubelt Derbysieg gegen Sevelen

Fußball : TSV Wa.-Wa. bejubelt Derbysieg gegen Sevelen

Fußball-Bezirksliga: Die Mannschaft legt in der zweiten Hälfte den Turbogang ein und gewinnt das Spiel beim SV Sevelen mit 5:2.

Aufsteiger DJK Twisteden muss sich Lintfort geschlagen geben. Die Sportfreunde Broekhuysen verlieren unglücklich, ebenso wie der SV Walbeck gegen Kleve II und der FC Aldekerk gegen den GSV Moers. GSV Geldern spielt remis.

Das Gelderner Trainerduo Peter Streutgens und Timo Pastoors (v.l.) beobachtet Maik Noldes (2.v.r.) beim Einleiten einer Offensivaktion. Foto: Gottfried Evers

SV Sevelen - TSV Wa.-Wa. 2:5 (0:0). Der TSV Wa.-Wa. hat auf dem Remis vom vergangenen Sonntag gegen Hüls aufgebaut und die ersten drei Punkte der Saison eingefahren. Der Derbysieg beim SV Sevelen schmeckte TSV-Coach Thomas von Kuczkowski auch ganz gut. "Wir waren 72 Minuten lang die klar überlegene Mannschaft und waren richtig gut im Spiel. Schon zur Pause hätten wir führen können", sagte er. Doch die Tore fielen erst im zweiten Durchgang. Der TSV führte nach Toren von Christian Galster (2) und Tom Jordan Fleming schon mit 3:0. "Danach haben wir etwas die Zügel schleifen lassen", sagte "Kucze". Das ermöglichte den Gastgebern, durch Martin Backus heranzukommen. Wachtendonk ließ eine Spielwende aber nicht zu und konterte mit einem Tor von Fleming. Sevelen blieb hartnäckig und traf wieder. Diesmal war es Philipp Langer, der sein Team auf 2:4 heranbrachte. Am Ende machte der TSV den Sack jedoch mit dem 5:2 durch Galster endgültig zu.

GSV Geldern - Viktoria Goch 1:1 (1:0). Gelderns Coach Peter Streutgens konnte mit dem Remis gegen Goch leben. "Es war ein leistungsgerechtes Ergebnis. Das Spiel hatte ein gutes Niveau mit guten Abwehrreihen auf beiden Seiten", sagte er. Geldern ging zunächst durch Kai Rietz per Kopf früh in Führung. "Danach ist Goch angerannt und hat auf den Ausgleich gedrängt. Wir hatten aber vor der Pause auch zwei Hochkaräter und hätten den Sack zumachen können", sagte Streutgens. Nach der Pause fiel dann aber das Gocher Tor. "Danach war es ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Nach dem Ausgleich hat Goch aber auch etwas den Druck rausgenommen", berichtete der GSV-Trainer, der zudem die Leistung seiner Abwehrspieler hervorhob.

FC Aldekerk - GSV Moers 1:2 (0:0). Auch am zweiten Spieltag blieb der FC Aldekerk ohne Punkte. Das Ärgerliche aus FC-Sicht: Das entscheidende Gegentor fiel per Elfmeter in der Nachspielzeit. FC-Trainer Marc Kersjes war mit dem Auftritt seiner Elf aber zufrieden. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte er. Die Gastgeber verteidigten gut und sorgten dafür, dass die Moerser lediglich über Standards gefährlich wurden. Selbst hatte Aldekerk die eine oder andere Konteraktion. Nach der Pause spielte der FC noch besser und verbuchte mehr Ballbesitz. Trotzdem ging der GSV in Führung. Doch Jannik Wißfeld glich kurz danach mit einem Freistoßtor aus. Aldekerk hätte sogar erhöhen können, doch eine gute Szene, in der ein Spieler allein vor dem Moerser Tor auftauchte, wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung abgepfiffen. Kurz vor Schluss spielte Moers dann nur noch mit zehn Mann (Rote Karte), traf aber dennoch noch zum 2:1 per Strafstoß, nachdem der Schütze zuvor den Körperkontakt gesucht hatte und im Strafraum zu Boden ging. "Vom Ergebnis her ist es hart, weil wir einen Punkt verdient gehabt hätten. Mit der Leistung bin ich aber voll zufrieden", resümierte Spielertrainer Kersjes.

SV Walbeck - 1. FC Kleve II 0:1 (0:0). Mehr als schmeichelhaft war der 1:0-Sieg der Klever Gäste am Walbecker Bergsteg. Im Gegensatz zum Auftaktspiel in Twisteden legten die Gastgeber beim Heimdebüt eine wesentlich engagiertere und lauffreudigere Einstellung an den Tag. Nach einer kurzen Anfangsoffensive der Gäste nahmen die Walbecker das Heft in die Hand, hatten mehr Spielanteile, ohne sich aber ganz klare Chancen zu erspielen. Die Riesenmöglichkeit hatten dann die Gäste, die nach einem Patzer in der Walbecker Hintermannschaft eine glasklare Chance knapp vergaben. Auch nach der Pause blieb Walbeck am Drücker und hatte nun auch mehrere Großchancen, die jedoch nicht genutzt wurden. Den glücklichen Siegtreffer erzielte Kleve in der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß. Die Enttäuschung, für ihre Leistung nicht belohnt worden zu sein, saß beim SV Walbeck tief. "Wir waren die bessere Mannschaft und hatten die klareren Möglichkeiten", sagte Walbecks Trainer John Heesen.

SGE Bedburg-Hau - Sportfreunde Broekhuysen 4:2 (1:1). Die Niederlage der Sportfreunde sei in dieser Form nicht nötig gewesen, fand SFB-Coach Sebastian Clarke: "Wir haben Lehrgeld bezahlt, weil drei Gegentore nach Standards gefallen sind und wir in diesen Szenen im Kollektiv nicht gut gearbeitet haben." Nach Startproblemen und einem 0:1-Rückstand antwortete Broekhuysen durch Finn Helders' Tor zum 1:1. "Danach waren wir richtig gut im Spiel", sagte Clarke. Doch nach der Pause folgte der erneute Rückschlag durch das 1:2 für die SGE. "Aber wir haben erneut Moral gezeigt", lobte der Coach. Pascal Sell glich wieder aus. Gegen Ende agierte die SGE eiskalt und bescherte den Sportfreunden den Dolchstoß mit dem 2:3 und 2:4.

Fichte Lintfort - DJK Twisteden 5:1 (0:1). Obwohl es bis zur Pause gut aussah, musste sich Twisteden am Ende doch gegen Gastgeber Fichte Lintfort geschlagen geben. "Das Spiel ist vielleicht um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und Fichte kaum zur Entfaltung kommen lassen", sagte DJK-Coach Andreas Holla. Jan van de Meer hatte noch vor der Pause getroffen. Und Twisteden hätte noch höher führen können. Nach der Pause wurden zunächst zwei individuelle DJK-Fehler eiskalt bestraft und Fichte lag mit 2:1, später dann sogar mit 3:1 vorne. "Danach gingen die Köppe nach unten. Man hat gesehen, dass Fichte eine längere Spielpause hatte. Wir haben aus dem Spiel aber gelernt, dass Fehler schnell bestraft werden und man vor dem Tor einfach kaltschnäuzig sein muss", resümierte Holla. Fichte legte gegen Ende noch zwei Tore zum 5:1 nach.

(ksch)