Erkelenz: Von Schlagersahne, Tupper und Thermomix

Erkelenz: Von Schlagersahne, Tupper und Thermomix

Bei der Katholischen Frauengemeinschaft Holzweiler ging es jeck zu. Bei der Sitzung war Stimmung angesagt.

"Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben." Prinz Roland I. (Knippertz) der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832 hatte die Schlagersahne im Gepäck und genoss das Bad in der weiblichen Menge. Bei der Sitzung der Katholischen Frauengemeinschaft in Holzweiler war die blau-weiße Erkelenzer Tollität ein heimlicher Star, mit dem die "jecken Wiever" sogar Selfies machen durften. Ein Prinz des Volkes sozusagen. Jedenfalls tobte der restlos ausverkaufte Saal Boss an der Titzer Straße. Ausgelassen war die Stimmung bereits, als Präsidentin Betti von Wirth den Trubel eröffnete.

Und immer wieder sind es diese Bilder, die den gemütlichen Charakter dieser Sitzung unterstreichen: Auf den Tischen stehen neben Biergläsern und Sektflaschen vor allem die mitgebrachten kunterbunten Tupperdosen, gefüllt mit allerlei Köstlichkeiten, die frau bei einer Sitzung braucht.

Besonders die Darbietungen der eigenen Kräfte sind es, die der Sitzung die besondere Würze verleihen, aber auch die Gastspiele sorgen auf der Bühne für viele Hingucker. Neben der Abordnung der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832 war es auch die Tanzgarde der Borschemicher Karnevalsgesellschaft "Rasselbande", die ebenso wie die Lövenicher Sahneschnittchen als Bauarbeiter überzeugten. Die Kongofrauen aus Wassenberg entführten das jecke Publikum als irische Kobolde auf die grüne Insel.

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Unterdessen widmeten sich die "No Sisters" Deutschlands beliebtestem Haushaltsgerät. Doch dass das Wunderwerk der Technik auch seine Tücken mitbringt - darüber erzählten die "No Sisters", die nach mehrjähriger Abwesenheit ihre Rückkehr auf die Bühne feierten.

Immer wieder gefeiert sind auch Frau Jötschklomp (Petra Büschgens) und die Kosmetikerin Frau von Nagel und Feilen (Ilona Abels), und auch Margret und die Spontis gefielen als Senioren auf dem Tanzparkett. Die dorfeigenen Tanzgruppen standen dem in nichts nach und wirbelten eifrig.

Das und noch viel mehr ging sprichwörtlich sehenswert und mit Erfolg über die Bühne im Saal Boss, der übrigens erneut mit hohem Aufwand auf Karnevalsmodus getrimmt wurde. Kein Wunder also, dass die Frauen in Holzweiler weiter jeck und närrisch bleiben und sicher heute schon an Ideen für die Karnevalssitzung des Jahres 2019 arbeiten.

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