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Das Café.komm in Düsseldorf Angermund arbeitet nachhaltig

Treffpunkte in Düsseldorf : Begegnungscafé arbeitet jetzt nachhaltig

Im „Cafe.komm“ gibt es die Kaffeebecher mit Pfand und gebacken wird mit saisonalen Produkten. Nahrungsmittel sollen nicht weggeschmissen werden.

In den vergangenen Wochen ist es Ulrike Kempf immer schwer gefallen, ihre Kunden wegen der Corona-Regeln auffordern zu müssen, nicht vor dem „Café.komm“ zu verweilen. „Wir verstehen uns ja eigentlich als Treffpunkt, als Ort der Begegnung und als Anlaufstelle für Menschen mit Problemen“, sagt Kempf. Denn das Café ist keine kommerzielle Einrichtung, sondern unter dem Dach der evangelischen Kirche Lintorf-Angermund entstanden.

Umso mehr freut sich nun das Team um Ulrike Kempf, wieder Gäste am Ort begrüßen zu können. Zu ihnen hat man zuvor aber versucht, mit verschiedenen Aktionen auch in den zurückliegenden Monaten Kontakt zu halten. So wurden etwa Tüten mit Bastelmaterial für Kinder gepackt, aufmunternde Grußkarten verteilt und liebevoll gestaltete Tüten mit Gaben zu Weihnachten an Flüchtlinge verschenkt. „Wir wollten dann aber eine regelmäßige Kontaktmöglichkeit bieten, ansprechbar sein und haben im November deshalb auch das To-Go-Geschäft eingeführt“, sagt Kempf.

Damit aber kein zusätzlicher Müll produziert wird, hat sich das Café dem System Cupforcup angeschlossen. Dabei wird der Kaffee in Pfandbechern ausgegeben, die auch an anderen Stellen in der Stadt zurückgegeben werden können. Die Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit hat zu einer Neuorientierung geführt, wie man künftig das Café betreiben will. „Wir können noch nicht alles nachhaltig, fair und bio anbieten, aber unser Ziel ist es, das immer mehr auszubauen“, sagt Kempf.

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Um beispielsweise zu vermeiden, dass bei den zurzeit stark schwankenden Kundenzahlen übriggebliebener Kuchen weggeworfen werden müss, werden jetzt kleine Kuchen in Gläsern gebacken. So ist das Gebäck lange haltbar. Verwendet werden saisonale Produkte. „Wir wollen achtsam sein und nutzen deshalb auch alte Dinge neu.“ Das Geschirr wurde zum Beispiel gebraucht gekauft, alte Lampenschirme neu aufgepeppt, die Terrassenmöbel aus Palletten hergestellt und nun durch Mitarbeiterin Amasha mit Sitzkissen aus alten Kaffeesäcken verschönert. Kempf ist wichtig, dass sich die Gäste wohlfühlen. „Wir wollen es ihnen hier sehr schön machen.“

Wenn endlich wieder Gäste am Ort begrüßt werden dürfen, soll auch die Vernetzung im Stadtteil weiter ausgebaut werden. Dazu gehört schon, dass im Café.komm jene Produkte der Eine-Welt-Gruppe der evangelischen Kirche und gebrauchte Bücher der katholischen Bücherei verkauft werden. Ein Kostümtrödel der Karnevalsgesellschaft De elf Pille hat schon stattgefunden, ebenso wie Ausstellungen. „Wir haben noch viele Ideen, die wir hoffentlich bald umsetzen können.“

Info Café.komm, An den Linden 6, Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs gibt es Waffeln