Mobile Redaktion der RP in Erkelenz: Mobile Redaktion: "Es muss ,klick' machen"

Mobile Redaktion der RP in Erkelenz : Mobile Redaktion: "Es muss ,klick' machen"

Die "Mobile Redaktion" der Rheinischen Post fing beim Frühjahrsputz am Franziskanerplatz viele Stimmen ein. Der Grundtenor: Das, was der Arbeitskreis Erki auf die Beine gestellt hat, war richtig und wichtig.

Im Gespräch mit RP-Redaktionsleiter Andreas Speen und RP-Mitarbeiterin Anke Backhaus nannten beispielsweise die Mitglieder des Vereins für Umwelt- und Naturschutz Granterath Gründe, weshalb diese gemeinsame Sammelaktion nachhaltigen Charakter haben kann.

"Seit 1979 gibt es diese Initiative in Granterath schon. Begonnen hat alles damit, den Wald und den Ort sauber zu halten. Heute können wir sagen, dass das für Nachhaltigkeit gesorgt hat, denn der angrenzende Wald ist viel sauberer, im Dorf selbst sorgen die Granterather ganz eigenständig für saubere Straßen und Wege. Das Umweltbewusstsein hat sich bei den Bürgern gefestigt", sagte Vorsitzender Walter von der Forst. Leo Lemmen und Heinrich Görtz zählen zu den Gründungsmitgliedern. "Das ist insgesamt viel besser geworden in Granterath, sagen sie übereinstimmend.

Bürgermeister Peter Jansen sagte dazu: "Wichtig ist, ein Bewusstsein schaffen, es muss ,klick' machen. Ich denke, die Müllsammler sind Vorbilder."

Arbeitskreis-Sprecherin Christel Paulzen nannte ein weiteres Anliegen: "Zu den Zielen der Aktion zählt besonders, die Kinder zu sensibilisieren. Darum ist es toll, dass sich Schulen und Kindergärten einbringen, indem Themen wie Umweltschutz und Müllvermeidung in den Alltag eingebunden werden." Genau das griff auch Anne Dulies, eine der Erki-Akteure und leidenschaftliche Kämpferin für eine saubere Stadt, auf: "Es ist wichtig, dass den Kindern bewusst wird, Müll von vornherein zu vermeiden. Ich persönlich hätte nicht mit so viel Zuspruch gerechnet."

Von ihren Erlebnissen im Mennekrather Baumschulpark berichteten die Wölflinge der Pfadfinderschaft St. Georg Erkelenz: "Wir staunten nicht schlecht, was wir alles gefunden haben: Schuhe, ein Koffer, Kanister mit Resten von Pflanzenschutzmitteln, ein Skateboard und ein Feuerlöscher zählen zu den gesammelten ,Werken'." Stephan Tobies sagte zum gemeinsamen Müllsammeln der Wölflinge: "Die Kinder haben sicher etwas an Bewusstsein für das Müllproblem mitgenommen."

Andere sprachen von Bequemlichkeit und Dummheit, den Müll an Ort und Stelle zu hinterlassen. Ein Bürger sprach sogar von "Lifestyle". Angeregt wurde, in Schulen Arbeitsgemeinschaften einzurichten, die sich mit der Problematik beschäftigen.

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