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Dormagen: SPD will Aktionsplan gegen Müll

Müllentsorgung und Umweltschutz : Dormagener SPD will Aktionsplan gegen Müll erarbeiten

Immer wieder gibt es Ärger über wilde Müllkippen im gesamten Stadtgebiet. Die SPD will sich dem Thema verstärkt annehmen und einen Plan entwickeln.

Achtlos weggeworfener Müll ist vielen Bürgern im Stadtgebiet ein Dorn im Auge. Um der Müllproblematik besser Herr werden zu können, möchte die SPD in Dormagen nun einen „Aktionsplan gegen Müll“ erarbeiten. „Aktuell steht die Müllproblematik wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Wir sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sonja Kockartz-Müller.  „Achtlos weggeworfener Abfall und wilde Müllkippen sind nicht nur ärgerlich, sondern auch für Menschen und Umwelt gefährlich“, betont Carsten Müller, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Es gebe bereits verschiedene Maßnahmen, um der Müllproblematik im Stadtgebiet zu begegnen, so Fraktionschef Michael Dries. „Sie wurden und werden auch schon in den verschiedenen Gremien des Rates thematisiert und behandelt“, erklärt er. Nun sollen die schon vorhandenen Maßnahmen um neue Konzepte und Vorschläge für Aktionen und Möglichkeiten ergänzt und gebündelt werden, um im Anschluss daraus einen Aktionsplan zu entwickeln. Dafür wollen sich verschiedene Fraktionsmitglieder mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten in einem Arbeitskreis zusammensetzten. „Zusätzliche Abfalleimer, mobile Müllcontainer oder die Unterstützung der ehrenamtlichen Müllbeseitigung gehören für uns genauso dazu wie die Aufstellung von Wertstoffcontainern und eine zeitnahe Abfuhr von Sperrmüll“, erklärt Sonja Kockartz-Müller. „Dazu müssen wir auch die Möglichkeiten, die uns die digitale Entwicklung beispielsweise mit intelligenten Abfalleimern und dem bereits heute eingesetzten Mängelmelder bieten, in unsere Überlegungen einbeziehen.“ Michael Dries möchte die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um die Menschen weiterhin für den Zusammenhang zwischen Müllentsorgung und Umweltverschmutzung zu sensibilisieren. Auch höhere Strafen für Müllsünder seien möglich: „Die Erhöhung der Bußgelder für illegal entsorgten oder achtlos weggeworfenen Müll darf kein Tabu-Thema sein“, verlangt er.

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Interessierte Bürger, die Vorschläge zum Thema Müllbeseitigung und Müllvermeidung haben, können sie an [email protected] senden. Wenn diese umsetzbar seien, würden sie im Aktionsplan berücksichtigt, so Dries.