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Mönchengladbach-Rheydt: Anwohner der Hauptstraße nahmen am Mai-Putz teil

Aktion in Rheydt : Großer Frühjahrsputz auf der Hauptstraße

In der Rheydter Innenstadt war am Samstag viel los. Anwohner, Geschäftsleute und die Mags machten bei der Aktion „Mai-Putz“ von Uli Wateler und Vinod Kumar mit. Zwei Teilnehmer erzählten, warum ihnen die Aktion wichtig ist.

Mit rund 40 Teilnehmern hatte das Quartiersmanagement beim „Mai-Putz“ auf der Hauptstraße ursprünglich gerechnet. Die genaue Teilnehmerzahl ließ sich schwer fassen – sah man allerdings, wie voll die Rheydter Innenstadt am Samstagvormittag war, wurden alle Erwartungen übertroffen. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen und sind wirklich glücklich darüber, wie viele Menschen heute anwesend sind“, sagte Uli Wateler.

Wateler ist Betreiber vom Zwischenraum an der Hauptstraße und gemeinsam mit Vinod Kumar, Inhaber der Ragazzi GmbH, Initiator der Putzaktion. Erst rund sechs Wochen ist es her, dass die beiden die Idee dazu hatten. Kumar lebt in einer anderen Stadt, besucht seinen Laden in Rheydt allerdings regelmäßig. „Dabei ist mir aufgefallen, dass Rheydt ziemlich in die Jahre gekommen ist“, erklärt er. Da er gehört hatte, dass Uli Wateler sich regelmäßig für die Gemeinschaft in der Straße einsetzt, bat er ihn um Hilfe.

Der nächste Schritt war es, das Quartiersmanagement zu kontaktieren. Gemeinsam mit der Mags wurde innerhalb weniger Wochen dann der Plan für den „Mai-Putz“ erstellt. Ab 10 Uhr putzten am Samstag also Geschäftsinhaber sowie Anwohner ihre Hauseingänge und Fassaden an der Hauptstraße – mit Handschuhen, Masken und genügend Abstand. Die Mags säuberte außerdem den Summstein vor dem Laden Ragazzi und stellte eine Staubsaugerflotte bereit.

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Mitgeputzt haben unter anderem Elvira Sakiri, die mit ihrem nachhaltigen Taschen-Start-Up „EL Visar“ das Starterkit der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) gewonnen hat, und der Künstler Edmund Zemanek. Beide sind mit Watelers Zwischenraum verbunden: Sakiri hat einen Büroraum dort gewonnen, Zemanek stellt dort aus. Dass sie beim „Mai-Putz“ helfen, war für beide selbstverständlich. Mit der Aktion wollen sie ein Zeichen für die Anwohner setzen und zum Umdenken anregen. „Es ist auch eine gute Möglichkeit, sich während der Pandemie mit anderen Menschen coronakonform zu vernetzen und neue Kontakte zu knüpfen“, sagt Sakiri.

Die Aktion fand zum ersten Mal statt, aber bei einem Mal soll es aber nicht bleiben. „Wir möchten Rheydt Stück für Stück ein bisschen schöner machen, und das fängt bei der Sauberkeit an“, sagt Wateler. Die Initiatoren hoffen, dass sie den Anwohnern einen Denkanstoß gegeben haben. „Es hilft nicht, nur auf andere zu zeigen und etwas von ihnen zu erwarten. Manchmal muss man selbst den ersten Schritt gehen.“